Stand: 18.03.2019 16:31 Uhr

Beach-WM: Kozuch/Ludwig setzen auf Heimvorteil

Wenn vom 28. Juni bis 7. Juli in Hamburg die Beachvolleyball-Weltmeisterschaften stattfinden, geht Laura Ludwig als Titelverteidigerin an den Start. Allerdings nicht als Top-Favoritin. Denn nach dem gesundheitlich bedingten Rücktritt ihrer kongenialen Partnerin Kira Walkenhorst, mit der sie 2017 in Wien WM-Gold gewann, kämpft die gebürtige Berlinerin nun mit Margareta Kozuch um Edelmetall. Deutschlands "Volleyballerin des Jahres" von 2010 bis 2014 ist erst vor zwei Jahren von der Halle in den Sand gewechselt und dementsprechend noch immer ein wenig in der Lernphase. Zudem müssen sich beim für den HSV startenden Duo erst einmal die Automatismen einspielen, sodass eigentlich keine Wunderdinge von Kozuch/Ludwig im Tennisstadion am Rothenbaum zu erwarten sind.

Hamburgerinnen werben um Geduld

"Wir wollen versuchen, unser bestes Beachvolleyball zu spielen und alles geben. Was am Ende dabei raus kommt, werden wir sehen. Die Erwartungen sollten aber erstmal entspannt bleiben", sagte Ludwig am Montag bei der Kickoff-Pressekonferenz zum Saison-Höhepunkt. Auch die aus Hamburg stammende Kozuch warb um Geduld mit dem neuen Team: "Das ist ein ganz neues Projekt. Wir müssen uns erstmal finden, aber mit Sicherheit haben wir ganz viel Potenzial." Sie genieße zurzeit "jeden Moment" und verspüre eine "ganz starke Freude", ergänzte die 32-Jährige. Vor zwei Jahren bei den interkontinentalen Titelkämpfen in Österreich hatte sie mit Karla Borger den 17. Platz belegt.

Turnier-Premiere für neues Duo im April

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Dass es nun an der Seite von Abwehrspezialistin Ludwig ein bisschen höher hinaus geht, hofft die frühere Weltklasse-Volleyballerin natürlich. Bei der WM setzt sie dabei auch auf den Heimvorteil: "Ich gehe davon aus, dass uns das Stadion nach vorn peitschen wird", meinte sie. Ein paar Erfolgserlebnisse bei den Turnieren zuvor würden den beiden HSV-Spielerinnen gewiss zusätzlichen Rückenwind geben. Ihre gemeinsame Premiere auf internationalem Parkett steht im April im chinesischen Xiamen an. "Wir haben richtig viel Bock. Wir können es wirklich kaum erwarten. Es kribbelt", sagte Ludwig.

Grote prognostiziert "spektakuläres Turnier"

Große Vorfreude verspürte am Montag auch Hamburgs Innensenator Andy Grote - und zwar auf die Weltmeisterschaft. Er prognostizierte ein "spektakuläres Turnier" und erhofft sich, die Position der Hansestadt "als deutsches Beachvolleyball-Zentrum und internationaler Hotspot zu festigen und auszubauen". Beim WM-Turnier mit 96 Teams aus 40 Ländern in der "größten Beachvolleyball-Arena der Welt", wie Veranstalter Hannes Jagerhofer betonte, sollen Preisgelder von einer Million US-Dollar ausgeschüttet werden. Die Gastgeber sind mit vier Frauen- und drei Männerteams vertreten. Als aussichtsreichstes Duo bei den Männern treten die Lokalmatadoren Julius Thole und Clemens Wickler an.

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Sportclub | 18.03.2019 | 19:30 Uhr

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