Stand: 28.04.2020 16:48 Uhr

BBL: Oldenburg bewirbt sich als Turnier-Standort

Die Baskets OIdenburg nach dem Halbfinalsieg im BBL-Pokal in Ulm. © picture alliance/Eibner-Pressefoto Foto: Achberger/Eibner-Pressefoto
Die Baskets Oldenburg könnten womöglich in eigener Halle um die Meisterschaft spielen.

Die Baskets Oldenburg wollen sich als Standort für die geplante Bundesliga-Fortsetzung im Turnier-Format bewerben. "Wir haben mit den beiden Hallen hier eigentlich perfekte Bedingungen", sagte Hermann Schüller, Geschäftsführer des Basketball-Bundesligisten. Auch die Unterbringung der zehn Mannschaften sei leistbar, "mit dem Ammerland haben wir ein herrliches Naherholungsgebiet um die Ecke".

Zehn Clubs in zwei Gruppen

Die Clubs und die Ligaspitze hatten am Montag einstimmig beschlossen, die Saison mit zehn Vereinen - darunter Oldenburg, Rasta Vechta und die BG Göttingen - fortführen zu wollen.

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Rasta Vechtas Zabian Dowdell versucht, im Spiel gegen die Baskets Oldenburg den Ball im Korb unterzubringen. © imago images / Nordphoto

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Diese sollen zunächst in zwei Fünfer-Gruppen und dann in Play-offs an einem Standort ohne Zuschauer den Meister küren. Die Pläne müssen noch von den Behörden und der Politik genehmigt werden. Die Details des Konzepts sollen zeitnah ausgearbeitet werden, schon am Dienstag traf sich erstmals die einberufene Expertengruppe.

Eine Entscheidung über den Standort soll am kommenden Montag fallen. Schüller sprach von einem "ambitionierten und ehrgeizigen, aber auch spannenden und sich lohnenden Projekt". Nun liege es an der Politik, die notwendigen Genehmigungen zu erteilen. "Wenn es dem Fußball gelingt, die Saison fortzusetzen, dann haben auch wir sehr gute Chancen", sagte Schüller.

Vechta gibt Modell "eine Chance"

Ligakonkurrent Rasta Vechta hatte einer Fortsetzung eigentlich skeptisch gegenüber gestanden.

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Philipp Herkenhoff (r.) von Rasta Vechta © imago images/Nordphoto

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Am Ende stimmte der Club aber doch für das ambitionierte Konzept. Komplett überzeugt ist Geschäftsführer Stefan Niemeyer aber noch nicht. "Ich bin immer noch skeptisch, ob wir es wirklich schaffen, aber wir geben dem Ganzen eine Chance", sagte Niemeyer. Rasta hat die Verträge mit einem US-Quartett aufgelöst, bei Ishmail Wainright gibt es aber eine Rückhol-Option. "Wenn wir das Okay der Politik haben, werden wir mit den Jungs über eine Rückkehr spreche", kündige Niemeyer an. Bis dahin kämpft der Club jeden Tag um jeden Euro, um die Krise zu überstehen.

Göttingen war immer für Fortsetzung

Die Göttinger hatten vor der Saisonunterbrechung Mitte März sportlich einen Lauf. Auch deshalb waren die Universitätsstädter immer für eine Fortsetzung. "Es ist besser, unter diesen Bedingungen zu spielen, als gar nicht zu spielen", sagte Geschäftsführer Frank Meinertshagen. Die "Veilchen" wollen sofort mit ihren US-Profis über eine Rückkehr sprechen. "Wir dürfen da jetzt keine Zeit verlieren, im schlimmsten Fall setzen wir die Kosten für ein paar Flüge in den Sand." Meinertshagen ist überzeugt davon, dass die Liga von dem Plan profitiert: "Wenn wir spielen, gibt es endlich wieder frischen Basketball im TV zu sehen."

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 28.04.2020 | 23:03 Uhr

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