Stand: 27.01.2020 12:12 Uhr

Australian Open: Zverev im Viertelfinale - Kerber raus

Tennisprofi Alexander Zverev schlägt einen Vorhandball. © imago images / AAP
Alexander Zverev steht bei den Australian Open im Viertelfinale.

Mit einer souveränen Vorstellung hat Alexander Zverev bei den Australian Open erstmals das Viertelfinale erreicht. Der beste deutsche Tennisspieler aus Hamburg gewann am Montag in Melbourne gegen seinen russischen Jugendfreund Andrej Rubljow 6:4, 6:4, 6:4. "Großartig, ich bin einfach happy, wie ich spiele, es läuft gut", sagte Zverev zufrieden. Die Kielerin Angelique Kerber schied hingegen aus. Die dreimalige Grand-Slam-Siegerin unterlag in Melbourne der Russin Anastasia Pawljutschenkowa mit 7:6 (7:5), 6:7 (4:7), 2:6.

Im Viertelfinale gegen Wawrinka

Zverev trifft im Kampf um den Einzug ins Halbfinale am Mittwoch auf den früheren Australian-Open-Gewinner Stan Wawrinka aus der Schweiz. Der 22 Jahre alte Hamburger stand noch nie in einem Halbfinale eines der vier wichtigsten Tennis-Turniere. "Ich spiele gegen einen ehemaligen Champion, er spielt derzeit unglaubliches Tennis. Aber ich werde bereit sein", sagte Zverev über das Duell mit Wawrinka.

Zverev will Preisgeld für Brandopfer spenden

Nach seinem Auftaktsieg in Down Under gegen den Italiener Marco Cecchinato hatte der Weltranglistensiebte angekündigt, für jeden seiner Siege in Melbourne 10.000 Australische Dollar (ca. 6.200 Euro) an die Opfer der Buschbrände in Australien spenden zu wollen. Im Falle eines Turniersieges würde er sogar sein gesamtes Preisgeld abgeben, hatte Zverev versprochen. Der Champion in Melbourne erhält 4,12 Millionen Australische Dollar, umgerechnet rund 2,55 Millionen Euro.

"Ich bin kein Geldfreak"

"Ich bin kein Geldfreak", sagte Zverev, er spiele Tennis, weil er den Sport liebe und es genieße, vor vollbesetzten Tribünen auf dem Platz zu stehen. Die "vier Millionen sind ein Riesengeld", räumte er ein, er denke aber, dass es für "positive Dinge genutzt werden sollte". Sollte er die Australian Open gewinnen, wäre er "ohnehin der glücklichste Mensch der Welt".

Kerber oft zu zaghaft

Kerber, die vor vier Jahren in Melbourne triumphiert hatte, dürfte trotz ihrer Achtelfinal-Niederlage nicht allzu unglücklich sein. Die Runde der letzten Acht bei einem Grand-Slam-Turnier hatte die 32 Jahre alte Kielerin zuletzt bei ihrem Wimbledonsieg 2018 erreicht. Zudem war sie mit einer Oberschenkelverletzung ins Turnier gestartet.

Gegen Pawljutschenkowa hatte Kerber ihre besten Phasen, wenn sie mutig und aggressiv spielte. In den entscheidenden Momenten aber war sie freilich oft zu zaghaft. Nach 2:37 Stunden verwandelte die an Nummer 30 gesetzte Russin mit einem Ass ihren ersten Matchball. Es war ihr 71. direkter Punktgewinn, Kerber kam nur auf 35 Gewinnschläge. Die Russin trifft nun auf Garbine Muguruza aus Spanien, Siegerin in Wimbledon 2017 und bei den French Open 2016.

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Sport aktuell | 27.01.2020 | 12:25 Uhr

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