Tennisprofi Alexander Zverev © IMAGO / Claudio Gärtner

ATP Finals: Zverev will der Müdigkeit trotzen und den Titel holen

Stand: 14.11.2021 10:49 Uhr

Olympiasieger Alexander Zverev geht nach einer ebenso anstrengenden wie erfolgreichen Tennis-Saison auf dem Zahnfleisch. Bei den ATP Finals will der Hamburger aber noch einmal alle Kräfte mobiliseren und ein herausragendes Jahr krönen.

"Ich bin fertig, ich bin müde", gab der 24-Jährige vor dem Saisonfinale der acht Jahresbesten unumwunden zu. "Wenn du die ganze Zeit auf einem hohen Niveau spielst und viele Matches gewinnst, ist es auch normal, dass du irgendwann müde wirst."

Fünf Turniersiege hat Zverev in diesem Jahr gefeiert und historisches Tennis-Gold für Deutschland in Tokio geholt. Beim letzten Aufgalopp in Turin geht es für den Weltranglistendritten im Auftaktmatch heute (21 Uhr) gegen Lokalmatador und Wimbledonfinalist Matteo Berrettini. Seine weiteren Gegner in der Vorrunde sind der polnische Turnier-Debütant Hubert Hurkacz und der russische Topspieler Daniil Medwedew.

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Tennisprofi Alexander Zverev © IMAGO / HMB-Media

ATP Finals: Zverev in einer Gruppe mit Medwedew

Außerdem bekommt es der Hamburger Tennisprofi mit Wimbledonfinalist Matteo Berrettini (Italien) und Debütant Hubert Hurkacz (Polen) zu tun. mehr

Müdigkeit hin oder her, "ich bin nicht nur hier, um teilzunehmen, ich will auch Spiele gewinnen", sagte Zverev, der die ATP Finals bereits 2018 gewinnen konnte. "Natürlich hoffe ich, dass ich zum zweiten Mal die Trophäe nach Hause bringen kann."

"Die acht besten Spieler der Welt treffen sich, um im letzten Turnier des Jahres Weltmeister zu werden. Selbst wenn man körperlich müde und emotional erschöpft ist, bei so einem Event holt man noch mal alle Reserven aus sich raus." Alexander Zverev

Damals in London war Zverevs Triumph noch eine große Überraschung. Diesmal zählt der Hamburger wie selbstverständlich zu den Mitfavoriten auf den Titel, der aber wohl nur über Branchenprimus Novak Djokovic gehen wird. Der Serbe spielt in der anderen Gruppe gegen den griechischen 2019-Finals-Sieger Stefanos Tsitsipas, den Russen Andrej Rubljow und den norwegischen Aufsteiger Casper Ruud.

"Ich habe in den letzten Tagen gar nichts gemacht"

Zverev hatte sich nach der jüngsten 2:6, 2:6-Halbfinalniederlage in Paris gegen Gruppengegner Medwedew bewusst eine Pause gegönnt und seine geplante Turnier-Teilnahme in Stockholm abgesagt. "Ich habe in den letzten Tagen gar nichts gemacht", erzählte er lachend: "Deswegen bin ich jetzt auch ein bisschen frischer als in Paris. Das brauchte ich."

Der Akku ist noch nicht wieder ganz voll, fünf Matches würde er in Turin trotzdem gerne bestreiten. Dann stünde Zverev am 21. November im Finale. Danach ist aber auf jeden Entspannung angesagt, sicherlich mit Freundin Sophia Thomalla, zuletzt ständige Begleiterin des Deutschen. "Ich bin relativ froh, wenn ich den Tennisschläger dann mal für zehn Tage oder zwei Wochen weglege und den Urlaub genieße."

"Sportler des Jahres" als krönender Abschluss?

Am 19. Dezember könnte auf den Olympiasieger allerdings noch ein besonderer Termin warten, wenn in Baden Baden die deutschen "Sportler des Jahres" gekürt werden. "Ich denke, die Chancen stehen dieses Jahr besser als all die Jahre davor", sagte Zverev lächelnd. Mit der Goldmedaille von Tokio sei das Jahr "zu einem ganz besonderen" geworden. "Sollte ich die Auszeichnung bekommen, wäre es der krönende Abschluss nach einer sehr langen und anstrengenden Saison."

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 14.11.2021 | 23:03 Uhr

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