Stand: 25.09.2018 13:49 Uhr

Glandorf hängt in Flensburg noch ein Jahr dran

Holger Glandorf jubelt mit ausgestreckten Armen. © imago / Claus Bergmann
Von wegen, alt und müde - Holger Glandorf hat weiter Lust auf die Handball-Bundesliga.

Der alte Mann will noch mehr. Holger Glandorf hatte das Karriereende zwar schon vor Augen, verschiebt es aber noch einmal. Der 35-Jährige verlängerte seinen 2019 auslaufenden Vertrag beim deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt bis zum 30. Juni 2020. "Flensburg ist für mich und meine Familie Heimat geworden und die SG ein fester Bestandteil meines Lebens. Ich bin physisch und mental in sehr guter Verfassung und freue mich, dass es noch ein Jahr mit der SG weitergehen kann“, sagte der Rückraumspieler. "Holger macht jede Mannschaft besser", erklärte SG-Cheftrainer Maik Machulla: "Durch seine Erfahrung und Ruhe hilft er dem Team, gerade auch in wichtigen Momenten. Er ist ein Ausnahmeathlet, gibt in jedem Training Vollgas und bewegt sich auf einem Weltklasse-Niveau."

Seit 2011 bei der SG unter Vertrag

Glandorf debütierte 2001 für die HSG Nordhorn in der Bundesliga. Mit den Niedersachsen gewann er 2008 den EHF-Pokal. 2009 ging er zum TBV Lemgo, mit dem er ein Jahr später ebenfalls den EHF-Cup gewann. Seit der Saison 2011/2012 steht der wurfgewaltige Linkshänder in Flensburg unter Vertrag, holte mit den Schleswig-Holsteinern den Europapokal der Pokalsieger (2012), den Titel in der Champions League (2014), den DHB-Pokal (2015) und im vergangenen Jahr den Meistertitel. In 343 Spielen im SG-Trikot erzielte Glandorf insgesamt 1.564 Tore, der 35-Jährige ist seit der vergangenen Saison zudem bester Feldtorschütze der Bundesligageschichte.

"Heim-WM kein Thema"

Ein Comeback in der Nationalmannschaft wird es hingegen nicht mehr geben. "Ich habe irgendwann gesagt, es ist Schluss, dann habe ich noch mal ausgeholfen, aber irgendwann ist auch wirklich mal gut", hatte der Weltmeister von 2007 der deutsch-dänischen Zeitung "Flensborg Avis" vor wenigen Wochen gesagt. Und sich damit zu Spekulationen geäußert, die Heim-WM im Januar könnte ein Thema werden: "Wenn ich auf dem Platz stehe, gebe ich immer mein Bestes und versuche meine Bestleistung abzurufen, ich will ja nicht verlieren", meinte Glandorf, der mit Unterbrechungen von 2003 bis 2017 in 170 Spielen für die DHB-Auswahl auflief. "Aber ich habe sicherlich nicht die WM im Hinterkopf und werde da ganz bestimmt nicht als Spieler hinfahren, das steht nicht auf meinem Plan."

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Handball im Tornetz © picture-alliance / Sven Simon Foto: FrankHoermann/Sven Simon

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Sport aktuell | 25.09.2018 | 14:25 Uhr

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