Stand: 11.11.2018 12:59 Uhr

Bittere Niederlage für Flensburg bei PSG

von Christian Görtzen, NDR.de
Flensburgs Kreisläufer Simon Hald Jensen (2. v. r.) setzt sich durch.

Es bleibt dabei: Für die SG Flensburg-Handewitt gibt es in Paris nichts zu holen. Im fünften Gastspiel an der Seine hat der deutsche Handball-Meister in der Champions League auf sehr bittere Weise mit 28:29 (15:12) verloren. Der deutsche Nationalspieler Uwe Gensheimer erzielte fünf Sekunden vor dem Ende der Partie den Siegtreffer für den dank katarischer Geldgeber so finanzkräftigen französischen Titelträger Paris Saint-Germain. Erfolgreichster Flensburger war Simon Jeppsson mit neun Toren. Nach sieben Spieltagen der Gruppe B weist Flensburg nun 6:8 Zähler vor. Zu einem Wiedersehen mit den Franzosen kommt es schon sehr zeitig: Am kommenden Mittwoch (18.45 Uhr) sind sie zu Gast in der Flensburger Arena. "Schade", sagte SG-Coach Maik Machulla nach der Niederlage: "Aber ich bin sehr stolz über den fantastischen Handball meiner Jungs."

SG mit herausragender erster Halbzeit

Paris Saint-Germain - SG Flensburg-Handewitt 29:28 (12:15)

Tore Paris: Gensheimer (8), Remili (6), Sagosen (4), Kounkoud (3), Hansen (3), Karabatic (2), Toft Hansen (1), Abalo (1), Ekdahl Du Rietz (1)
Tore Flensburg: Jeppsson (9), Johanenessen (5), Hald Jensen (3), Glandorf (3), Joendal (3), Lauge Schmidt (2), Svan (1), Wanne (1), Zachariassen (1)
Zuschauer: 3.300

Die Flensburger präsentierten sich von der ersten Sekunde an hochkonzentriert - die 6:0-Deckung stand gut, auf den einzelnen Positionen wurde hervorragend gearbeitet. Und da auch vorne mit viel Beweglichkeit Lücken in die PSG-Abwehr um den ehemaligen Flensburger Henrik Toft Hansen gerissen wurden und die Würfe gegen den früheren Kieler Torhüter Thierry Omeyer saßen, hieß es nach vier Minuten dank eines Tores von Jeppsson 3:1. Zwar ließ danach für einen kurzen Zeitraum bei den Norddeutschen die Konzentration etwas nach, sodass PSG zum 6:6 (15.) ausglich. Doch der deutsche Meister kehrte umgehend wieder zu seiner famosen, unaufgeregten Abwehrarbeit zurück. Göran Johannessen brachte die Schleswig-Holsteiner zweimal mit drei Toren Vorsprung in Führung - zum 11:8 (20.) und 13:10 (26.).

Zudem hatte die SG deutliche Vorteile auf der Torhüterposition: Der Norweger Torbjoern Bergerud stellte mit seinen Paraden sein Gegenüber klar in den Schatten. Nach 20 Minuten kam bei Paris auch der Spanier Rodrigo Corrales Rodal für Omeyer. Zur Pause führten die Flensburger mit 15:12 - sie hatten dem Star-Ensemble von der Seine um Mikkel Hansen und Sander Sagosen während der gesamten ersten Halbzeit nicht eine Führung gestattet.

Gensheimer raubt SG das Remis

Eine Aufholjagd der Franzosen ließ die SG zunächst nicht zu. Im Gegenteil: Ein Tempo-Gegenstoß wurde von Simon Hald Jensen zur ersten Vier-Tore-Führung (18:14/34.) abgeschlossen. Da wenig später Corrales Rodal eine Knöchelverletzung erlitt, kehrte Omeyer ins Tor zurück. Und plötzlich wurde der 42 Jahre alte Routinier zu einem Faktor. PSG verkürzte auf 20:21 (43.). SG-Trainer Machulla reagierte, nahm eine Auszeit. Doch die Gastgeber waren nun im Fluss. Gensheimer gelang mit dem 26:25 (53.) per Siebenmeter die erste Führung für den aktuellen Dritten der französischen Liga. Torhüter Benjamin Buric hielt Flensburg mit seinen Paraden im Spiel. Doch letztlich überwand Gensheimer mit seinem achten Tor den Bosnier fünf Sekunden vor der Schlusssirene zum 29:28 - dabei blieb es dann.

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