Stand: 03.12.2019 22:18 Uhr

Handball: Feueralarm kann THW Kiel nicht stoppen

Großer Jubel beim THW Kiel an einem dramatischen Handball-Abend.

Der Titelverteidiger steht im Halbfinale! Durch einen hart erkämpften Auswärtssieg beim TVB Stuttgart haben die Handballer des THW Kiel am Dienstagabend das Final Four um den DHB-Pokal erreicht. Der deutsche Rekordmeister setzte sich knapp mit 35:34 (18:15) durch. Zuvor hatte Trainer Filip Jicha die Partie als "wichtigstes Spiel des Jahres" bezeichnet. Das Finalturnier in Hamburg im kommenden Jahr (4./5. April) gehört zu den Höhepunkten der Saison.

Die Partie in Stuttgart musste im zweiten Durchgang für 40 Minuten unterbrochen werden. Der Feueralarm ertönte, die Halle wurde daraufhin komplett evakuiert. Nach Informationen des THW hatte Qualm im Arena-Kiosk den Alarm ausgelöst.

Torfestival im ersten Durchgang

In der ausgeglichenen Anfangsphase steckten jede Menge Tempo und Tore.

TVB Stuttgart - THW Kiel 34:35 (15:18)

Tore Stuttgart: Schmidt (7), Zieker (6/3), Weiß (5), Lonn (4), Späth (3), Peshevski (3), Häfner (3), Faluvegi (1), Röthlisberger (1), Wieling (1)
Tore Kiel: Ekberg (10/7), Bilyk (6), Reinkind (4), Jacobsen (3), Dahmke (3), Pekeler (3), Wiencek (2), Zarabec (2), Nilsson (1), Rahmel (1)
Zuschauer: 4.168

Nach zehn Minuten hatten die beiden Mannschaften bereits elf Treffer erzielt - 6:5 für den THW. Danach konnte sich der Favorit, der mit dem dänischen Weltmeister Niklas Landin im Tor begann und später auch Nationaltorhüter Dario Quenstedt einsetzte, ein wenig absetzen (9:6). Den Drei-Tore-Vorsprung transportierten die Kieler bis in die Halbzeit (18:15).

Handball-Krimi nach langer Pause

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Alarm im zweiten Durchgang: Die Feuerwehr rückte an.

Nach der Pause waren die Gäste sofort wieder hellwach und legten nach (20:15). Die Stuttgarter allerdings ließen sich, wie schon im ersten Durchgang, nicht abschütteln und blieben dran (20:18). Im TVB-Tor zeigte nun der ehemalige Hamburger Johannes Bitter sein Können. Beim Stand von 22:19 für den THW kam es dann in der 37. Minute zum Fehlalarm und zu der langen Unterbrechung. Während die Zuschauer draußen vor der Halle froren, waren die Akteure im Presseraum untergebracht. Die Feuerwehr rückte an und gab die Halle wieder frei. Danach wurde die Partie doch noch zum Krimi. Erst ein verwandelter Siebenmeter des zehnmaligen Torschützen Niclas Ekberg erlöste den THW - ein knapper Kieler Sieg an einem turbulenten Handball-Abend.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 03.12.2019 | 23:03 Uhr