Stand: 11.10.2018 20:33 Uhr

SG stellt Startrekord ein - THW schlägt Wetzlar

Die SG Flensburg-Handewitt hat ihre weiße Weste in der Handball-Bundesliga gewahrt. Der deutsche Meister bezwang am Donnerstagabend den TVB Stuttgart mit 29:21 (13:8). Es war saisonübergreifend der 17. Erfolg in Serie und der neunte Sieg im neunten Saisonspiel. Damit stellten die Schleswig-Holsteiner ihren Startrekord aus dem Jahr 2016 ein. Flensburgs Erzrivale THW Kiel feierte ebenfalls einen hohen Heimsieg. Die "Zebras" schlugen die HSG Wetzlar 29:19 (12:12).

Hendrik Pekeler (M.) vom THW Kiel im Spiel gegen Wetzlar in Aktion © imago/Claus Bergmann Foto: Claus Bergmann

THW schlägt Wetzlar und freut sich auf "Löwen"

NDR//Aktuell -

Der THW Kiel blickt nach seinem 29:19-Erfolg gegen Wetzlar auf das Top-Spiel in der Handball-Bundesliga bei den Rhein-Neckar Löwen. Es geht am Sonnabend um den Anschluss an die Spitze.

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SG nur kurz mit Problemen

Rasmus Lauge, Tobias Karlsson und Hampus Wanne (v.l.) bedanken sich nach einem Sieg bei den Flensburger Fans. © imago / Claus Bergmann Foto: Claus Bergmann

Flensburg weiter verlustpunktfrei Erster

Die SG Flensburg-Handewitt hat die Tabellenführung in der Handball-Bundesliga verteidigt. Der Meister feierte gegen Stuttgart im neunten Saisonspiel den neunten Sieg.

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Die Mannschaft von Trainer Maik Machulla schien schnell für klare Verhältnisse sorgen zu können. Nach fünf Minuten schlug bereits eine 4:0-Führung für den Tabellenführer zu Buche. Im Anschluss hatte die SG allerdings im Positionsangriff Probleme. Zudem wusste sich Johannes Bitter im Stuttgarter Kasten zu steigern. So schmolz Flensburgs Vorsprung zwischenzeitlich auf einen Treffer zusammen (5:4/17.). Dauerhaft konnten sich die Schwaben jedoch nicht auf Augenhöhe mit dem Meister bewegen. Dafür unterliefen ihnen in der Offensive zu viele technische Fehler, die das für seine Tempogegenstöße gefürchtete Machulla-Team abgeklärt nutzte. Als Abwehrchef Tobias Karlsson den Ball eroberte, losrannte und zum 11:6 ins verwaiste TVB-Tor warf (26.), hatten sich die Norddeutschen wieder eine beruhigende Führung erarbeitet.

Johannessen feiert Heimdebüt

Zu diesem Zeitpunkt hatte Gøran Søgard Johannessen gerade seine ersten Pflichtspiel-Minuten in der "Hölle Nord" absolviert. Eine Sprunggelenksverletzung hatte den im Sommer aus Dänemark gekommenen Norweger lange außer Gefecht gesetzt, sodass der Rückraummann erst jetzt zu seinem Heimdebüt kam. In dem 34-maligen Nationalspieler steht Machulla nun eine weitere spannende Alternative in seinem nach dem Titelgewinn umgebauten Team zur Verfügung. Dass die Mannschaft trotz einiger schmerzlicher Abgänge kaum an handballerischer Qualität verloren hat, stellte sie auch im zweiten Abschnitt mit Ausnahme einiger kleiner Durchhänger unter Beweis. Weil aber eigentlich spätestens nach dem 18:9 (38.) die Begegnung entschieden war, fielen die Schwächephasen letztlich nicht ins Gewicht.

Kuriose erste Hälfte in Kiel

Hendrik Pekeler (M.) vom THW Kiel im Spiel gegen Wetzlar in Aktion © imago/Claus Bergmann Foto: Claus Bergmann

THW Kiel erst konfus, dann souverän

Der THW Kiel hat in der Handball-Bundesliga den fünften Sieg in Folge gefeiert. Gegen Wetzlar taten sich die Schleswig-Holsteiner zunächst aber sehr schwer und lagen zweimal mit fünf Toren zurück.

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Während in Flensburg alles seinen erwarteten Gang nahm, sahen die Zuschauer in Kiel ein völlig verrücktes Handballspiel. Der THW war in der Anfangsphase völlig von der Rolle und geriet mit 0:5 in Rückstand (7.). Zwei Treffer zur hohen Führung Wetzlars steuerte dabei der im Sommer von den "Zebras" nach Wetzlar gewechselte Linksaußen Emil Frend Öfors bei. Aber auch er konnte nicht verhindern, dass das Pendel plötzlich in die andere Richtung ausschlug. Mit einem 5:0-Lauf egalisierten die Hausherren (13.). HSG-Coach Kai Wandschneider nahm eine Auszeit und störte damit den Kieler Rhythmus empfindlich. Sie standen hernach wieder völlig neben sich, kassierten erneut fünf Tore in Folge (5:10/17.) und mussten abermals eine Wende herbeiführen. Und wieder gelang es dem Team von Trainer Alfred Gislason. Zur Pause schlug ein leistungsgerechtes Remis zu Buche.

Gislason-Team nach dem Seitenwechsel wie ausgewechselt

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THW-Coach Gislason zu Gast im Sportclub

14.10.2018 22:30 Uhr
Sportclub

Heute im Studio: Alfred Gislason vom THW Kiel, einer der erfolgreichsten Handball-Trainer der Welt, und Nilla Fischer vom VfL Wolfsburg. Die Fußballerin kämpft gegen Homophobie. mehr

Gemessen an der kuriosen ersten Hälfte, war Durchgang zwei dann beinahe ein Langweiler. Nach dem Seitenwechsel war es lediglich bis zum 14:14 spannend (33.). Dann hatte Wetzlar gegen nun hochkonzentriert agierende Kieler nichts mehr entgegenzusetzen. Die Gislason-Sieben konnte auf 25:17 davonziehen (50.) und musste in der Schlussphase nicht mehr um den ersten Erfolg nach zuvor zwei Bundesliga-Pleiten gegen die Hessen bangen. In der vergangenen Serie hatte der Rekordmeister sowohl vor eigenem Publikum als auch in der Fremde gegen die HSG überraschend den Kürzeren gezogen.

SG Flensburg-Handewitt - TVB Stuttgart 29:21 (13:8)

Tore SG Flensburg-Handewitt: Lauge (9), Gottfridsson (4), Svan (4), Rod (3), Johannesson (2), Hald Jensen (2), Jondal (2/1), Karlsson (1), Glandorf (1), Zachariassen (1)
TVB Stuttgart: Von Deschwanden (5), Schimmelbauer (3), Häfner (3), Pfattheicher (3), Schweikardt (3/1), Schmidt (2), Weiss (1), Röthlisberger (1)
Zuschauer: 5.930

THW Kiel - HSG Wetzlar 29:19 (12:12)

Tore THW Kiel: Landin Jacobsen (7), Ekberg (7/3), Pekeler (4), Duvnjak (3), Bilyk (2), Zarabec (2), Reinkind (2), Kristjansson (1), Wiencek (1)
HSG Wetzlar: Frend Ofors (5), Lindskog (4), Cavor (4), Weissgerber (3), Hermann (1), Mirkulovski (1), Holst (1/1)
Zuschauer: 10.285

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 11.10.2018 | 22:40 Uhr

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