Stand: 31.01.2019 20:36 Uhr

SG Flensburg-Handewitt rettet sich auf Insel

von Nils Hansen

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Auch SG-Trainer Maik Machulla ging in Enge-Sande ins Wasser.

Am Sonntag standen sich vier dänische und vier norwegische Spieler von Handball-Bundesligist SG Flensburg-Handewitt noch im Finale der Weltmeisterschaft gegenüber. Vier Tage später kämpften sie gemeinsam mit ihren restlichen Teamkameraden wieder. Allerdings miteinander. Ums Leben - in einer Simulation. Für Donnerstag hatte SG-Coach Maik Machulla seine Akteure zu einer Teambuilding-Maßnahme der besonderen Art beordert.

Ein Spieler von SG Flensburg-Handewitt hängt an einem Seil über einem Schwimmbecken bei einem Teambuilding im Maritimen Trainingszentrum in Enge-Sande. © NDR

Flensburger Teambuilding der besonderen Art

NDR 1 Welle Nord - Nachrichten für Schleswig-Holstein -

Die Bundesliga-Handballer der SG Flensburg-Handewitt haben eine Teambuilding-Maßnahme der besonderen Art absolviert. Am Donnerstag trafen sie sich im Maritimen Trainingszentrum in Enge-Sande.

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Im Maritimen Trainingszentrum in Enge-Sande (Kreis Nordfriesland) mussten sich Spieler und Trainer unter anderem auf einer Rettungsinsel halten, wie es sie auf großen Schiffen gibt, bei künstlichem Wind, Nebel, Donner und Dunkelheit. "Wir haben versucht, jeden Kumpel im Boot zu halten", sagte der dänische Neu-Weltmeister Lasse Svan lächelnd. "Ein paar Spieler haben wir verloren, aber viele haben wir auch wieder ins Boot geholt."

Teambuilding dort, wo sonst die Polizei trainiert

In der Spezialschwimmhalle lassen sich per Knopfdruck Wind - und Nebelmaschinen steuern, Blitzlichter einspielen und meterhohe Wellen erschaffen. In der Halle trainieren gelegentlich Spezialeinheiten der deutschen und skandinavischen Polizei sowie Techniker, die auf Offshore-Windkraftanlagen arbeiten.

"Meine Erwartungen sind übertroffen worden", sagte Trainer Machulla. Einige Spieler seien an ihre Grenzen gegangen, "und wir haben als Team viel gemacht. Die Restrunde kann kommen." Im ersten Spiel nach der WM-Pause trifft der noch verlustpunktfreie Bundesliga-Tabellenführer am 7. Februar bei der HSG Wetzlar an.

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Svan: "Nicht einfach, aus der Höhe zu springen"

Ob dann auch die Erfahrungen aus Enge-Sande helfen? Mit einem Seil wurde jeder Spieler rund 14 Meter hoch gezogen bis unter die Hallendecke, um von dort aus ins Wasser zu springen. So sollten sie lernen, sich zu überwinden, berichtete der Trainingsleiter. "Es war nicht einfach, aus der Höhe zu springen", sagte Svan, der dennoch von einem "coolen Tag" sprach.

Der nächste wohl nicht ganz uncoole Tag steht Montag an. Im Beisein von Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange werden sich Weltmeister und Vizeweltmeister aus den Reihen der SG ins Goldene Buch der Stadt eintragen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 31.01.2019 | 17:30 Uhr

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