Coach Daniel Kubes von der HSG Nordhorn-Lingen © IMAGO / Werner Scholz Foto: Werner Scholz

Nordhorn-Lingen gewinnt Keller-Duell mit TuSEM Essen

Stand: 28.03.2021 21:28 Uhr

Die Handballer der HSG Nordhorn-Lingen haben im Kampf um den Bundesliga-Klassenerhalt einen wichtigen Sieg gefeiert. Die Niedersachsen bezwangen TuSEM Essen mit 22:19 (8:11) und verkürzten den Rückstand aufs rettende Ufer auf einen Zähler.

"Das Spiel war mit viel Druck verbunden. Nach den Schwierigkeiten am Anfang haben wir gut dagegengehalten und am Ende einen phänomenalen Sieg geschafft", sagte HSG-Coach Daniel Kubes nach dem Handball-Krimi dem NDR. In diesem hatte es zunächst so ausgesehen, als sollten die Grafschafter eine bittere Niederlage kassieren. Denn nach dem Führungstreffer zum 1:0 durch Pavel Mickal (4.) zeigten die Hausherren am Sonntagnachmittag eine katastrophale Vorstellung in der Offensive. Die Gäste konnten mit einem 7:0-Lauf auf 7:1 davonziehen (17.).

Dominik Kalafut beendete kurz darauf die 14-minütige torlose HSG-Zeit mit dem Treffer zum 2:7 (18.). Hernach bekam das Kubes-Team langsam mehr Stabilität in den Positionsangriff. Auch in der Deckung wusste sich der Tabellen-17. zu steigern. Zur Halbzeit hatten die Norddeutschen den Rückstand auf drei Tore verkürzt.

Weber bringt HSG im Alleingang auf Siegerstraße

Nach der Pause setzten die Nordhorner ihre Aufholjagd unvermindert fort. Robert Weber gelang zunächst der Ausgleich zum 13:13 (38.), bevor Essen noch einmal auf zwei Treffer davonziehen konnte (16:14/45.). Aber auch vom abermaligen Rückstand ließ sich die Kubes-Mannschaft nicht demoralisieren. Sie bewies eindrucksvoll Nehmerqualitäten und hatte in Weber den herausragenden Spieler in ihren Reihen. Der Rechtsaußen, der bereits im Hinrunden-Duell (33:26) mit acht Toren erfolgreichster HSG-Schütze war, erzielte fünf Treffer in Serie zur 19:16-Führung Nordhorns (55.) - darunter vier Siebenmeter.

HSG Nordhorn-Lingen - TuSEM Essen 22:19 (7:10)

Tore HSG Nordhorn-Lingen: R. Weber 11/5, Possehl 4, Mickal 2, De Boer 1, Kalafut 1, Miedema 1, Pöhle 1, Vorlicek 1
TuSEM Essen: Ignatow 6, Jus. Müller 6/2, Morante Maldonado 3, Becher 1, Beyer 1, Durmaz 1, Seidel 1

Neben dem Österreicher, der insgesamt elfmal traf, ragte in der dramatischen Schlussphase der Partie Keeper Björn Buhrmester bei den Gastgebern heraus. Für den Schlussmann schlugen in 35 Minuten Spielzeit grandiose zehn Paraden zu Buche. "Es lief in jedem Fall gut. Wenn wir gewinnen, ist es ein gutes Gefühl. Und wenn man einen gewissen Beitrag dazu leistet, ist es natürlich ein super Gefühl", sagte Buhrmester dem NDR.

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Ein Handball liegt im Tornetz. © picture-alliance Foto: Frank Hoermann / Sven Simon

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Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 28.03.2021 | 19:30 Uhr

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