Die Wilhelmshavener Handballer Rutger ten Velde (l.) und Duncan Postel. © imago images / Eibner

Wilhelmshavener HV stellt Insolvenzantrag

Stand: 08.10.2020 13:34 Uhr

Der wirtschaftliche Träger des Handball-Zweitligisten Wilhelmshavener HV hat einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht gestellt. Den Zwangsabstieg bedeutet das aber nicht.

Nach einem Bericht der "Wilhelmshavener Zeitung" plant der frühere Bundesligist (2002 bis 2008) die Gründung einer neuen Gesellschaft, in die die verbliebenen Spieler aus der bisherigen und vom Insolvenzantrag betroffenen "WHV-Sportmarketing GmbH" überführt werden sollen. Eine "Corona-Klausel" in der Lizenzierungsordnung der Handball-Bundesliga ermöglicht einen solchen Wechsel des wirtschaftlichen Trägers - allerdings gibt es am Ende der Saison einen Abzug von vier Punkten.

Zwei Spieler verlassen den Verein

Vor einer Woche hatten die Wilhelmshavener den Verbleib in der Zweiten Liga noch offen gelassen. Hintergrund der finanziellen Schwierigkeiten des niedersächsischen Traditionsclubs ist die Verhaftung seines Co-Geschäftsführers und Hauptsponsors, gegen den wegen Anlagebetrugs ermittelt wird.

VIDEO: Wilhelmshavener Handball-Verein droht Insolvenz (3 Min)

Außerdem verkündete der WHV den Weggang zweier Spieler: Der Spanier Juan de la Peña wechselt zum Ligakonkurrenten SG BBM Bietigheim, Tim Rozman zum Bundesliga-Aufsteiger TuSEM Essen. Der Abschied des Slowenen überrascht insofern, weil er erst im März eine Vertragsverlängerung bis 2023 unterschrieben hatte. Zum Saisonauftakt am vergangenen Freitag in Hüttenberg (32:29) steuerte der Linkshänder zwei Treffer bei.

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Hallo Niedersachsen | 08.10.2020 | 19:30 Uhr

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