Kiels Hendrik Pekeler wirft aufs Nordhorner Tor, Nils Torbrügge (l.) schaut nur zu. © IMAGO / Claus Bergmann

THW Kiel unbeirrt: Klarer Erfolg gegen Nordhorn-Lingen

Stand: 06.03.2021 21:58 Uhr

Handball-Rekordmeister THW Kiel eilt weiter unbeirrt von Termin zu Termin. Das 32:22 (18:7) im Bundesliga-Nordduell war bereits der fünfte Sieg im siebten ungeschlagenen Pflichtspiel binnen 14 Tagen.

von Johannes Freytag

Drei Siege und ein Remis gab es in der Champions League, der Erfolg gegen Nordhorn-Lingen war der zweite (bei einem Remis) in der Bundesliga. In der - noch immer krummen - Tabelle verbesserten sich die Kieler vorerst auf Rang zwei, haben aber immer noch einen Minuspunkt weniger als Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt, der zwei Spiele mehr bestritten hat und am Sonntag bei GWD Minden gastiert.

Wegen der anstehenden Olympia-Qualifikation hat der THW nun elf Tage spielfrei. Erst am 17. März geht es für den Meister mit dem Auswärtsspiel gegen den Tabellenletzten HSC 2000 Coburg weiter.

Landin pariert vier Siebenmeter

Der THW sorgte in eigener Halle gegen die abstiegsbedrohten und ersatzgeschwächten Niedersachsen schnell für klare Verhältnisse. Ehe die Gäste sich einigermaßen sortiert hatten, lag Kiel bereits mit vier Toren vorne (5./5:1), nach knapp zehn Minuten betrug der Vorsprung schon fünf Treffer (7:2). Der Rekordmeister trug seine Angriffe mit viel Druck vor, in der Defensive war Verlass auf die starke Deckungsarbeit und auf Torhüter Niklas Landin, der im gesamten Spiel vier von fünf Siebenmetern entschärfte.

Obwohl sich der THW sogar gnädig zeigte und zahlreiche Chancen ausließ, wuchs der Vorsprung stetig an (21./12:5). Und irgendwie durfte an diesem Abend auch jeder mal ran: Als der Pausenstand von 18:7 feststand, hatten sich schon zehn verschiedene Kieler in die Torschützenliste eingetragen.

Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen

Der zweite Durchgang begann aus Kieler Sicht mit zwei verwandelten Siebenmetern von Niklas Ekberg - aber auch aus dem Spiel heraus trafen die Schleswig-Holsteiner fast nach Belieben. Vor allem Pekeler und Wiencek bekam die Nordhorner Abwehr nicht gestellt (48./28:15). Die Partie war für Kiel längst nur noch eine Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen.

Nordhorn durfte zwischendurch noch etwas Schadensbegrenzung betreiben - aber darüber wird THW-Trainer Filip Jicha angesichts der hohen Termin-Belastung seiner Mannschaft genauso hinwegsehen wie über die mangelnde Chancenverwertung seiner Mannschaft in der zweiten Spielhälfte.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 06.03.2021 | 23:03 Uhr

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