Kiels Sander Sagosen (r.) versucht, sich gegen Tom Kare Nikolaisen vom Bergischen HC durchzusetzen. © IMAGO / Holsteinoffice

THW Kiel müht sich zum Sieg gegen den Bergischen HC

Stand: 12.11.2021 09:55 Uhr

Der THW Kiel hat in der Handball-Bundesliga seine vier Partien währende Sieglos-Serie beendet. Gegen den Bergischen HC gewannen die "Zebras" am Donnerstagabend mit viel Mühe 24:23 (15:12). Die TSV Hannover-Burgdorf unterlag derweil beim DHfK Leipzig.

von Johannes Freytag

Dabei gab der Meister gegen den Tabellenachten einen zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Vorsprung her und erzielten in der Schlussviertelstunde nur noch zwei Treffer. Keeper Niklas Landin war es zu verdanken, dass Sekunden vor dem Ende der Ausgleich nicht fiel. Bester THW-Werfer war Domagoj Duvnjak mit sechs Treffern.

In der Tabelle bleibt der THW mit 14:6 Punkten Dritter, drei Zähler hinter den Füchsen Berlin, die am Mittwoch in Flensburg verloren hatten. Bereits am Sonntag (14 Uhr) empfangen die Kieler die TSV Hannover-Burgdorf zum Nordduell.

"Ich freue mich auf unser nächstes Spiel und habe eine große Bitte an unsere Zuschauer: Die Jungs brauchen Euch in dieser schwierigen Phase mehr denn je. Auch am Sonntag gegen Hannover." THW-Trainer Filip Jicha

"Unsere Angriffseffektivität war in der zweiten Halbzeit nur bei knapp über 30 Prozent. Das ist eigentlich viel zu wenig, um ein Spiel zu gewinnen. Deshalb waren meine Jungs in der Kabine auch geknickt", sagte THW-Trainer Filip Jicha. "Ich habe ihnen aber mit auf den Weg gegeben, dass wir 46 Minuten gute Arbeit abgeliefert und zwei Punkte geholt haben."

THW dominiert, ohne zu brillieren

Die "Zebras" taten sich von Beginn an schwer und kamen mit der offensiven und aggressiven Deckung der Gäste überhaupt nicht zurecht. Die Folge: Nach neun Minuten führte der Bergische HC mit 5:3. Weil sich die Nordrhein-Westfalen aber zwei Zeitstrafen einhandelten, fand der THW zurück in die Partie. Nach 13 Minuten glichen die Gastgeber aus (7:7) und zogen anschließend dank Sander Sagosen und Domagoj Duvnjak sogar erstmals auf zwei Treffer davon (16./9:7).

Nun lief es bei den Kielern, die zwar nicht brillierten, aber zielstrebiger spielten. Vor allem Einzelaktionen von Sagosen oder Duvnjak sorgten für THW-Treffer. Kurz vor der Pause setzte Niclas Ekberg den Ball an den Pfosten des leeren Tores, im Gegenzug traf der BHC. So ging es nur mit einem 15:12 für Kiel in die Halbzeit, statt eines möglichen 16:11.

THW gibt Sieben-Tore-Vorsprung her

Wie fragil das THW-Spiel trotz der Führung war, zeigte eine Szene kurz nach Wiederbeginn. BHC-Keeper Tomas Mrkva, der ab kommenden Sommer an der Förde spielt, parierte einen Wurf und im Gegenzug hatte Emil Hansson die große Chance zum 14:15, warf jedoch am Tor vorbei (33.). Weil aber THW-Torwart Landin nun die eine oder andere Parade zeigte, konnten sich die "Zebras" wieder ein wenig absetzen (35./18:14).

Der Bergische HC machte sich zudem weiterhin das Leben schwer: Tom Kare Nikolaisen holte sich für seine dritte Zeitstrafe die Rote Karte ab. Eine Viertelstunde vor dem Ende lagen die Hausherren mit sieben Treffern vorne (22:15). Die Vorentscheidung? Nein, denn vier Minuten später war der BHC bis auf drei Treffer herangekommen. Zu allem Überfluss kassierte Torwart Landin eine Zeitstrafe wegen Ballwegtretens (50./22:19).

"Bleibt ruhig", beschwor Trainer Filip Jicha seine Mannschaft während einer Auszeit. Vergeblich, es wurde doch noch ein Krimi: Linus Arnesson traf per Siebenmetern zum 22:23 (54.). Aber es reichte für Kiel, weil Landin Sekunden vor dem Ende den Wurf von Fabian Gutbrod entschärfte.

"Recken" in Leipzig chancenlos

Die TSV Hannover-Burgdorf kassierte beim DHfK Leipzig indes im neunten Spiel die sechste Saisonniederlage. Beim 25:32 (12:15) waren Johan Hansen und Ilija Brozovic mit jeweils vier Treffern beste Werfer der "Recken". 20 Minuten lieferten sich beide Teams ein ausgeglichenes Spiel, ehe die Leipziger die Intensität in der Defensive deutlich erhöhten und mit einem 6:1-Lauf auf 15:10 davonzogen. Auch in der zweiten Halbzeit hatten die spielerisch überzeugenden Gastgeber alles im Griff und führten bereits nach 45 Minuten vorentscheidend mit 24:17.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 11.11.2021 | 23:03 Uhr

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