Kiels Harald Reinkind (3.v.r.) versucht sich gegen Everums Abwehr durchzusetzen. © IMAGO / Holsteinoffice

THW Kiel gewinnt Handball-Spektakel gegen Elverum

Stand: 22.09.2021 22:15 Uhr

Die Handballer des THW Kiel eilen weiter von Sieg zu Sieg. Nach dem Prestige-Erfolg im Landesderby gegen Flensburg legten die "Zebras" in der Champions League spektakulär nach. 41:36 (20:20) hieß es am Mittwochabend gegen Norwegens Meister Elverum Håndball.

von Johannes Freytag

Die Partie bot im ersten Durchgang Hochgeschwindigkeits-Handball. Kiels Trainer Filip Jicha schickte nicht seine Top-Sieben aufs Feld, die Folge war ein Fehlstart: Nach drei Minuten hieß es 0:3, nach sieben Minuten sogar schon 3:7. Erst nach einer Viertelstunde kam Sander Sagosen ins Spiel, ihm gelang allerdings gegen seine Landsleute wenig. Überragender Kieler im ersten Durchgang war Steffen Weinhold mit sechs Treffern - unter anderem mit der ersten THW-Führung in der 16. Minute (12:11).

Doch die Wende im Spiel war das für die "Zebras" nicht. Der deutsche Rekordmeister agierte gegen Norwegens Titelträger in der Defensivarbeit lange zu nachlässig. Elverum traf vor allem nach schnellen Tempo-Gegenstößen, während der THW sich immer wieder Fehlwürfe leistete. Drei Minuten vor dem Ende des ersten Durchgangs lagen die Gäste wieder mit zwei Treffern vorne (19:17). Dass Kiel mit einem 20:20 in die Pause gehen durfte, verdankten sie auch den Schiedsrichtern, die wenige Sekunden vor der Sirene den Gästen einen Siebenmeter verweigerten.

Elverum geht die Puste aus

In der zweiten Hälfte agierte Kiel deutlich konzentierter. Die Führung durch Magnus Landin baute der THW kontinuierlich aus. Elverum konnte das Tempo des ersten Durchgangs nicht mehr halten, zudem wurde Niklas Landin im Kieler Tor zum Faktor. Sven Ehrig erzielte das 28:24 (40.).

Aber die Gäste, die meist mit einem leeren Tor und dem siebten Feldspieler agierten, ließen sich nicht abschütteln und kamen wieder heran (45./28:30). Kiel hatte jedoch beinahe auf jeden norwegischen Treffer eine Antwort und nutzte Fehler gnadenlos aus - Patrick Wiencek stellte den "alten" Abstand wieder her (49./34:30). Nun war Elverum geknackt: Ein Doppelschlag von Magnus Landin sorgte für das 37:31 - die Entscheidung in der 55. Minute, auch wenn die Gäste sich noch einmal aufbäumten (56./36:39).

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Der Handball-Champions-League-Pokal © picture-alliance / Sven Simon

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 22.09.2021 | 23:03 Uhr

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