Kiels Niklas Landin jubelt gegen Barcelona. © dpa-Bildfunk Foto: Marius Becker/dpa

THW Kiel erkämpft sich Remis beim HBC Nantes

Stand: 25.02.2021 20:26 Uhr

Der deutsche Handball-Rekordmeister THW Kiel hat der Terminhatz nach der WM-bedingten Pause ein weiteres Mal standgehalten. Am Donnerstag gab es in der Champions League ein 24:24 (9:12) beim HBC Nantes.

von Christian Görtzen

Es war für den THW Kiel schon die dritte Partie innerhalb von fünf Tagen. Nach dem 24:24 im Bundesliga-Heimspiel gegen den SC Magdeburg und dem 28:26 gegen Aalborg HB am Dienstagabend folgte nun auch in der "Königsklasse" beim aktuellen Tabellenfünften der französischen Eliteliga ein Remis. Schon am Sonntag sind die Schleswig-Holsteiner wieder in der Bundesliga gefordert - es geht gegen die Füchse Berlin.

Das Hinspiel zu Hause gegen Nantes hatte der THW im September mit 27:35 verloren. Kiel darf sich nach dem Remis weiterhin Hoffnungen auf den angestrebten dritten Platz in der Gruppe B machen.

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Kieler scheitern reihenweise an Nielsen

Die "Zebras", die ohne Spielmacher Miha Zarabec (Quarantäne) und den wurfgewaltigen Norweger Sander Sagosen (Schmerzen im Sprunggelenk) auskommen mussten, begannen mit Dario Quenstedt zwischen den Pfosten. Allzu viele Bälle bekam die nominelle Nummer zwei hinter Niklas Landin in den ersten Minuten allerdings nicht zu fassen. Jicha beließ den ehemaligen Magdeburger dennoch im Tor, und Quenstedt steigerte sich auch etwas. So wehrte er einen freien Wurf von Eduardo Gurbindo Martinez (17.) ab.

Im Fernduell mit dem Dänen Emil Nielsen hatte er gleichwohl das Nachsehen. An der Nummer eins des HBC scheiterten Steffen Weinhold, Sven Ehrig, Domagoj Duvnjak oder Patrick Wiencek gleich reihenweise. Nielsen wehrte im ersten Durchgang 50 Prozent der Würfe auf sein Tor ab. Und so ging es für den THW mit einem 9:12-Rückstand in die Pause.

THW kommt mit Landin als Rückhalt heran

Zu Beginn der zweiten Halbzeit stand dann bei den Norddeutschen Landin zwischen den Pfosten - dadurch war das Fernduell der dänischen Top-Torhüter perfekt. Den ersten Wurf des Portugiesen Alexandre Cavalcanti wehrte Landin gleich einmal ab (31.). Als der Weltmeister bald darauf auch einen Siebenmeter von Valero Rivera parierte (39.) und auf der anderen Seite Harald Reinkind und Ehrig trafen, war der 14:14-Ausgleich geschafft (41.).

Weinhold vergibt Top-Chance auf Führung

Den Kielern fiel es jetzt leichter, Nielsen zu bezwingen. Und kurz darauf wurde dieser beim HBC auch durch Cyril Dumoulin ersetzt. Nur: Der positive Trend war nicht nachhaltig. Die "Zebras" leisteten sich in der Offensive zu viele Fehlwürfe - und so hieß es neun Minuten vor dem Ende der Partie 18:21. Doch Kiel gab nicht auf. 130 Sekunden vor der Sirene traf Wiencek zum 24:24 ins leere Tor. Weinhold warf kurz darauf etwas überhastet auf das HBC-Tor und verfehlte es. Somit blieb es letztlich bei der Punkteteilung.

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Patrick Wiencek vom THW Kiel © IMAGO / Reps

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 25.02.2021 | 23:03 Uhr

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