Stand: 26.05.2019 18:33 Uhr

THW Kiel erhöht mit Schützenfest Druck auf Flensburg

von Christian Görtzen, NDR.de

Pflicht grandios erfüllt und damit den Druck auf den Rivalen wieder erhöht: Der THW Kiel ist am Sonntag zum Abschluss des 32. Spieltags in der Handball-Bundesliga zu einem souveränen 39:19 (19:9) gegen den TSV GWD Minden gekommen. Dank des Erfolges vor 10.285 Zuschauern in der ausverkauften Arena rückte die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason mit jetzt 58:6 Punkten wieder bis auf zwei Zähler an den Titelverteidiger und Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt (60:4) heran.

Fernduell um Titel wird zur Nervenprobe

Der Kampf um die Meisterschale spitzt sich somit zu. Am kommenden Mittwoch (18.30 Uhr) empfängt die SG die fünftplatzierten Füchse Berlin, der THW gastiert gleichzeitig beim Tabellenzehnten TBV Lemgo Lippe. Und am abschließenden Spieltag (9. Juni, 15 Uhr) steht Flensburg vor der anspruchsvollen Aufgabe beim EHF-Cup-Kandidaten Bergischer HC, während Kiel in eigener Halle gegen die TSV Hannover-Burgdorf (Rang 14) spielt. Flensburg benötigt für die Titelverteidigung mindestens einen Sieg und ein Remis. Auf die Tordifferenz kann die SG nicht setzen. Kiel weist nach dem klaren Heimsieg nun +200 Treffer vor, bei Flensburg sind es +179. "So ein kleiner Funke Hoffnung ist im Kopf noch drin", sagte THW-Spieler Rune Dahme dem NDR.

"Zebras" lange Zeit gnadenlos

THW Kiel - TSV GWD Minden 39:19 (19:9)

Tore Kiel: Nilsson (9), Dahmke (7), Pekeler (5), Rahmel (4), Ekberg (3/3), Weinhold (3), Duvnjak (3), Reinkind (2), Firnhaber (2), Wiencek (1)
Tore Minden: Korte (4), Gullerud (3), Rambo (3), Michalczik (2), Gulliksen (2), Manssin (1), Savvas (1), Staar (1), Zvizej (1), Cederholm (1)
Zuschauer: 10.285

Ganze sieben Minuten lang durften die Mindener und Flensburger auf eine Überraschung der Grün-Weißen in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt hoffen. Dann zogen die "Zebras", die mit einer 3-2-1-Deckung und Andreas Wolff im Tor begannen, dem Team aus dem untereren Tabellenmittelfeld davon. Nach zwei Würfen ins leere Gehäuse der Gäste hieß es nach zwölf Minuten 8:4. Minden enttäuschte auf ganzer Linie, vor allem der sonst so treffsichere Christoffer Rambo war nur ein Schatten seiner selbst. Über 13:5 und 17:7 erhöhten die "Zebras" bis zur Pause auf 19:9. Und damit war GWD noch gut bedient. Torwart Kim Sonne Hansen verhinderte mit mehreren starken Paraden einen weitaus höheren Rückstand.

Kiel machte auch im zweiten Abschnitt so weiter, warf Tor um Tor und baute die Führung aus. Ole Rahmel erzielte in der 45. Minute per Tempo-Gegenstoß das 33:11. Erst in der Schlussphase ließen es die Gastgeber etwas gemächlicher angehen. Durch einen 4:0-Lauf verkürzte Minden auf 18:37 (57.) Am Ende waren es 20 Treffer Unterschied. Erfolgreichster Kieler war Lukas Nilsson mit neun Toren.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 26.05.2019 | 22:40 Uhr