Jubel bei Kiels Niclas Ekberg © Imago Images

THW Kiel: Sieg gegen Minden - Ekberg neuer Rekordschütze

Stand: 03.10.2021 18:01 Uhr

Rechtsaußen Niclas Ekberg ist neuer Rekord-Torschütze des THW Kiel in der Handball-Bundesliga. Zum 34:25 (19:15)-Sieg der "Zebras" gegen Tabellenschlusslicht GWD Minden steuerte der Rechtsaußen am Sonntag elf Treffer bei.

In der 49. Spielminute wurde es geschichtsträchtig in der Arena in Kiel: Ekberg erzielte seinen 1.333 Treffer stilecht per Kempatrick und wurde von den Fans mit Standing Ovations gefeiert. Mit nunmehr 1.335 Toren überholte er seinen schwedischen Landsmann und bisherigen Kieler Rekordschützen Magnus Wislander (1.332) in der Liste der ewigen THW-Torschützen.

"Das ist eine riesige Ehre. Aktuell bedeutet es zwar wenig. Ich glaube allerdings, dass ich nach meiner Karriere darauf zurückschauen werde und anerkenne, dass es schon einige geile Spieler waren, die für diesen Verein Tore geworfen haben - und die habe ich irgendwie überholt", sagte der 32-Jährige.

"Das ist eine Wahnsinnsleistung von Eki. Dieser Verein hat solch eine enorme Historie. Dass Eki das heute geschafft hat, zeigt, was er für ein Weltklasse-Handballer ist. Ich freue mich mit ihm." THW-Trainer Filip Jicha

Sonst kaum sportlicher Glanz gegen Minden

Abseits des Rekords war der Nachmittag aus Sicht der Kieler trotz des Sieges durchwachsen: Drei Tage nach der deutlichen Niederlage in der Champions League bei Montpellier HB führte der THW zwar in der ersten Halbzeit immer mit mindestens drei Treffern, die Kieler konnten die Gäste aber zu keinem Zeitpunkt wirklich abschütteln. Zur Pause betrug der Vorsprung vier Tore (19:15). Ekberg verwandelte allein in der ersten Halbzeit alle sieben Siebenmeter.

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Ein Handball liegt im Tornetz. © picture-alliance Foto: Frank Hoermann / Sven Simon

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Auch in der zweiten Halbzeit wurde die Leistung der Gastgeber nicht viel besser - Hendrik Pekeler verpasste beim Stand von 21:18 freistehend vor dem stark agierenden Mindener Torhüter Carsten Lichtlein. Hinten rettete Kiels Keeper Niklas Landin mehrfach die Führung mit starken Paraden. Erst 13 Minuten vor dem Ende stellte Harald Reinkind mit dem 27:22 die Vorzeichen auf den Heimsieg. Am Ende schwanden die Kräfte beim Schlusslicht. Der Meister, der in der Bundesliga unbesiegt bleibt, zog davon und gewann letztlich standesgemäß mit 34:25.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 03.10.2021 | 22:50 Uhr

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