THW-Trainer Filip Jicha im Gespräch mit Magnus Landin. © IMAGO / Claus Bergmann

THW-Handballer wollen gegen Szeged Viertelfinal-Ticket lösen

Stand: 07.04.2021 10:51 Uhr

Ist es noch mehr als eine Pflichtaufgabe? Mit einem Fünf-Tore-Polster gehen die Handballer des THW Kiel heute (18.45 Uhr) in das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Pick Szeged.

von Jan Kirschner

Der souveräne Auftritt vor Wochenfrist in Ungarn und der 33:28-Erfolg lassen kaum Zweifel zu, dass der deutsche Rekordmeister in der Runde der letzten Acht auf Paris Saint-Germain HB treffen wird. An der Kieler Förde denkt man allerdings noch nicht so weit: "Es ist eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel, aber von einer halben Miete möchte ich nicht sprechen", sagt THW-Linkshänder Harald Reinkind.

Wiencek: Im Hinspiel ein paar Fahrkarten zu viel

In Szeged wäre sogar ein noch deutlicheres Ergebnis möglich gewesen. Zur Halbzeit hatte der Gast mit 21:13 geführt. "In der zweiten Hälfte haben wir ein paar Fahrkarten zu viel gelöst", erinnert sich Kreisläufer Patrick Wiencek und meint: "So ist immer noch Spannung drin, und wir wissen, dass wir noch einmal 60 Minuten alles geben müssen, um das Viertelfinale zu erreichen." Der Respekt schwingt mit vor einem ungarischen Rivalen, der in dieser Saison mehrfach von Coronavirus-Infektionen gebeutelt wurde und sich bislang unter Wert verkaufte. Am Sonnabend siegte das Team, das mit den ehemaligen THW-Akteuren Marko Vujin und Joan Canellas nach Kiel reisen wird, in der ungarischen Liga mit 38:22 bei Cegledi KKSE und betrieb Aufbauarbeit.

Pekeler und Quenstedt für Szeged geschont

Fast zeitgleich mühte sich der THW in der Bundesliga-Partie gegen den TVB Stuttgart, ehe er kurioserweise erneut einen 33:28-Sieg einfuhr. Außer auf den Dauer-Patienten Nikola Bilyk (Kreuzbandriss) verzichteten die Kieler auf Kreisläufer und Abwehrstütze Hendrik Pekeler (Stauchung im Sprunggelenk) sowie Torwart Dario Quenstedt (Zerrung im Oberschenkel). Vom Glanz der "Königsklasse" war nichts mehr zu spüren. "In Szeged stellten die Jungs unter Beweis, dass sie eine ungeheure Energie in ihrem Spiel haben können, wenn sie arbeiten und richtig fleißig sind“, betont THW-Trainer Filip Jicha. Rückraum-Ass Sander Sagosen verspricht: "Wir haben einen Vorsprung von fünf Toren, wir bereiten uns aber so vor, als ob es wieder bei Null beginnen würde."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 07.04.2021 | 23:03 Uhr

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