Amat Valiullin vom HSV Hamburg beim Wurf gegen die Füchse Berlin © IMAGO / Nordphoto

Sieg für SG Flensburg-Handewitt - HSVH kann Füchse nicht stoppen

Stand: 12.12.2021 17:38 Uhr

Die SG Flensburg-Handewitt hat am Sonntag einen klaren 31:21 (13:9)-Sieg gegen den SC DHfK Leipzig gefeiert. Der HSV Hamburg unterlag mit 30:34 (15:15) bei dezimierten Füchsen Berlin, die in der Tabelle als Dritter vor der SG rangieren.

Die Flensburger brauchten gegen Leipzig ein wenig, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Nach 14 Minuten führten die Gäste aus Sachsen noch mit 6:5. Doch dann zog die SG das Tempo an, vorne saß jeder Angriff, hinten parierte Kevin Möller gleich mehrfach Würfe des Sportclubs. Sieben Minuten später führten die Hausherren mit 10:6. Unter den Torschützen war einmal mehr Teitur Einarsson. Vor dem Spiel hatten die Schleswig-Holsteiner die Vertragsverlängerung des Isländers bis 2024 bekannt gegeben. Einarsson war ursprünglich in der Verletztenmisere nur als "Notnagel" verpflichtet worden, hat sich beim Vizemeister aber längst zur festen Größe entwickelt.

SG Flensburg-Handewitt - DHfK Leipzig 31:21 (13:9)

Tore Flensburg-Handewitt: Svan (6), Wanne (6/2), Einarsson (4), Hald (4), Gottfridsson (3), Johannessen (2), Meyer-Siebert (2), Golla (1), Larsen (1), Möller (1), Semper (1)
Tore Leipzig: Wiesmach (5/2), Sunnefeldt (4), Binder (3), Witzke (3), Ernst (2), Ivić (2), Esche (1), M. Gebala (1)
Zuschauer: 3.034
Strafminuten: 4/4

Nach der Pause setzten sich die Flensburger immer weiter ab. Keine zehn Minuten waren gespielt, da baute Hampus Wanne die Führung auf acht Tore aus (19:11). Wenig später traf Lasse Svan bereits zum 24:13. Die Partie war spätestens in der 47. Minute bereits entschieden, doch die SG-Spieler hatten noch nicht genug - und hielten das Tempo bis zum Ende hoch. Näher als bis auf zehn Tore ließen die Flensburger den Kontrahenten nicht mehr herankommen.

Hamburger können Personalnot der Füchse nicht nutzen

Der HSVH konnte die Füchse beim Auswärtsspiel in Berlin nicht stoppen, obwohl der Hauptstadtclub nach unter anderem sieben Corona-bedingten Ausfällen ohne zehn Spieler angetreten war. Nachwuchskräfte, darunter vom Farmteam in Potsdam, sowie Drittligaspieler stockten den dezimierten Kader auf - und sie machten ihre Sache gut, nutzten die Chance, sich in der Bundesliga zu präsentieren. "Die Füchse hatten immer noch eine sehr gute Mannschaft stehen", konstatierte HSV-Trainer Torsten Jansen.

Füchse Berlin - HSV Hamburg 34:30 (17:15)

Tore Berlin: Lindberg (11/8), M. Vujovic (9), Andersson (5), Wiede (5), Holm (2), Heinis (1), Milosavljev (1)
Tore HSVH: Bauer (5), Forstbauer (5), Mortensen (5/4), Tissier (4), Walullin (3), F. B. Andersen (2), Bergemann (2), Schimmelbauer (2), Wullenweber (2)
Zuschauer: 2.500
Strafminuten: 10/14

Rekord egalisiert! Lindberg bester Siebenmeterschütze

Nur beim 1:0 waren die Gäste aus Hamburg in Front, danach rannten sie durchgängig einem Rückstand hinterher. Beim 6:9 (13.) lag der Aufsteiger erstmals drei Tore hinten. "Am Anfang haben wir gar keinen Zugriff bekommen und vorne einen Ball nach dem anderen mehr oder weniger leicht hergeschenkt", kritisierte Jansen.

Nicht zuletzt den Paraden von Routinier Johannes "Jogi" Bitter war es zu verdanken, dass sich die Hanseaten lange Zeit nicht komplett abschütteln ließen. Auch nicht, als der Spielstand nach 24 Minuten 11:16 lautete. Allein, kaum war die Hoffnung zurück, legten die Füchse nach. Wie auch beim 19:25 (44.) aus Sicht der Hamburger, die sich zwischenzeitlich sogar wieder bis auf einen Treffer herangekämpft hatten (16:17, 32.).

Dass nicht mehr drin war, lag nicht zuletzt an Hans Lindberg: Der Däne spielte gegen seinen Ex-Club stark und egalisierte den Rekord seines Landsmanns Lars Christiansen als bester Siebenmeterschütze der Bundesliga (1.224).

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 12.12.2021 | 22:50 Uhr

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