Stand: 18.11.2018 16:33 Uhr

Sekt statt Champagner: Kiel mühelos im EHF-Cup

von Matthias Heidrich, NDR.de
THW-Torwart Andreas Wolff wurde gegen Drammen nur in Hälfte eins gefordert.

Der THW Kiel und die Handball-Champions-League, das schien eine unzertrennliche Verbindung zu sein. Der deutsche Rekordmeister trat in den vergangenen 14 Jahren immer in der "Königsklasse" an, gewann den prestigeträchtigsten internationalen Handball-Wettbewerb drei Mal (2007, 2010 und 2012). In diesem Jahr müssen sich die THW-Fans allerdings mit Sekt statt Champagner begnügen.

Nach Platz fünf in der vergangenen Bundesligasaison starteten die "Zebras" am Sonntag im EHF-Cup in die internationale Saison. Immerhin ohne Probleme. Im Hinspiel der dritten und letzten Qualifikationsrunde zur Gruppenphase gewannen die Schleswig-Holsteiner in eigener Halle mit 34:23 (16:14) gegen den norwegischen Pokalsieger Drammen HK. Das Rückspiel am nächsten Sonntag (16 Uhr) nahe Oslo dürfte somit nur noch Formsache sein.

Duvnjak: "Wir wollen weit kommen"

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"Wir wollen weit kommen. Deshalb würden wir uns über eine Riesen-Atmosphäre und den Zuschauer-Rekord zum Auftakt sehr freuen", hatte THW-Kapitän Domagoj Duvnjak vor dem Duell mit den Norwegern gesagt. Das mit dem Rekord für ein Qualifikationsspiel im EHF-Cup hat geklappt, wenn auch knapp. 6.865 Zuschauer kamen am Sonntag in die Kieler Halle. Die Füchse Berlin hatten vor vier Jahren gegen HBC Nantes 6.371 Fans begrüßt.

Weit gekommen sind die Kieler in dem zweitklassigen internationalen Wettbewerb immer. Drei Mal traten die Norddeutschen an, drei Mal holten sie die Trophäe an die Förde (1998, 2002 und 2004).

Drammen nur in Hälfte eins ein Prüfstein

Die Partie gegen Drammen war für den wiedererstarkten Bundesliga-Dritten nicht mehr als ein lockerer Aufgalopp. Allerdings erst in der zweiten Hälfte. Die ersten 30 Minuten gestalteten sich überraschend ausgeglichen. Kiel kam nicht richtig weg. Erst als Rune Dahmke nach 25 Minuten die "Zebras" mit 14:11 in Führung brachte, sah es nach einem Polster für die Gastgeber aus. Doch die Norweger ließen sich nicht abschütteln. Zur Pause lagen die Kieler "nur" mit zwei Toren in Front.

Direkt nach dem Seitenwechsel machten die Schleswig-Holsteiner aber schnell alles klar. Mit einem 6:0-Lauf innerhalb von neun Minuten gingen sie auf 22:14 weg - die Vorentscheidung. Drammen hatte nichts mehr entgegenzusetzen und der THW warf einen lockeren Kantersieg heraus. Bester Werfer für das Team von Trainer Alfred Gislason war Hendrik Pekeler mit fünf Treffern bei sieben Versuchen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 18.11.2018 | 22:40 Uhr

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