Martin Schwalb © Witters Foto: Tay Duc Lam

Schwalb zurück in Hamburg: "Will den HSV weiterentwickeln"

Stand: 10.08.2021 16:45 Uhr

Mit Martin Schwalb als Trainer feierten die HSV-Handballer ihre größten Erfolge. Nun ist er zurück in Hamburg - als Vizepräsident. Die Ziele sind aber bescheiden.

Denn der aktuelle HSV Hamburg ist nicht zu vergleichen mit dem HSV, den Schwalb vor gut 15 Jahren als Trainer übernommen hatte. Damals waren die Hanseaten durch die Finanzspritzen von Mäzen Andreas Rudolph ein europäisches Spitzenteam, das 2011 die Meisterschaft und 2013 die Champions League gewann. 2016 folgte die Insolvenz, der Zwangsabstieg und ein steiniger Weg zurück in die Handball-Bundesliga.

Diesen hat der HSV erfolgreich beschritten, Schwalb soll nun helfen, dass sich der Club in der Eliteliga etabliert. "Ich will helfen, den HSV Hamburg weiterzuentwickeln“, sagte Schwalb am Dienstag. Als Saisonziel gab der frühere Nationalspieler den Klassenverbleib an: "Wir würden gerne zwei Mannschaften hinter uns lassen."

Gerüst aus erfahrenen Profis

Großes Vertrauen setzt der Vizepräsident auf seinen ehemaligen Spieler Torsten Jansen, der seit März 2017 Cheftrainer ist: "Toto hat eine herausragende Entwicklung genommen. Er ist der richtige Mann an der richtigen Stelle", sagte Schwalb.

Der 58-Jährige ist nicht der einzige Rückkehrer beim HSV. Vom TV BStuttgart wurde Nationalkeeper Johannes Bitter verpflichtet, Linksaußen Casper Mortensen kam vom FC Barcelona. Zudem verpflichteten die Norddeutschen Kreisläufer Manuel Späth (FC Porto), Rechtsaußen Frederik Bo Andersen (GOG Gudme/Dänemark) sowie die Rückraumspieler Nicolai Theilinger (Frisch Auf Göppingen) und Asat Waljullin (Eulen Ludwigshafen).

Das Gerüst des Teams besteht somit aus erfahrenen Spielern. Dennoch sollen Akteure aus dem eigenen Nachwuchs ihre Chance erhalten. Einer dieser "jungen Wilden" ist der 21 Jahre alte Spielmacher Leif Tissier, der sich von Liga zu Liga gesteigert hat. "Wir glauben daran, dass er das weitermachen kann", betonte Geschäftsführer Sebastian Frecke.

Etat beträgt vier Millionen Euro

Die Hamburger, die mit einem Etat von vier Millionen Euro kalkulieren, bestreiten ihr erstes Spiel am 8. September gegen Frisch Auf Göppingen. Nach der aktuellen Planung sollen bis zu 4.500 Zuschauer in der Halle im Volkspark dabei sein. Für den gesamten Saisonverlauf rechnen die Hamburger mit einer Auslastung von 50 Prozent in der großen Arena sowie in der Sporthalle Hamburg. Aktuell hat der Club bereits 1.000 Dauerkarten verkauft.

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Ein Handball liegt im Tornetz. © picture-alliance Foto: Frank Hoermann / Sven Simon

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 10.08.2021 | 19:30 Uhr

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