Stand: 16.05.2019 20:38 Uhr

SG Flensburg-Handewitt macht den nächsten Schritt

von Ingmar Deneke, NDR.de

Nach der Derby-Niederlage bei Verfolger THW Kiel hat die SG Flensburg-Handewitt im Meisterrennen der Handball-Bundesliga einen wichtigen Heimerfolg gefeiert. Der Spitzenreiter besiegte die MT Melsungen souverän mit 30:24 (14:8) und ist der erfolgreichen Titelverteidigung ein großes Stück näher gekommen. Flensburg liegt mit 58:4 Punkten wieder zwei Zähler vor dem THW. Bester Werfer des Abends war Magnus Jöndal mit zehn Toren. "Wir haben eine tolle Reaktion gezeigt. So, wie wir das Spiel angefangen haben, das war überragend. Wir werden jetzt die nächsten Tage nutzen, um die Kräfte zu sammeln", sagte SG-Trainer Maik Machulla mit Blick auf das "schwere Restprogramm".

Weltmeister Lauge geht voran

Jöndal und der überragende Weltmeister Rasmus Lauge setzten in der Anfangsphase jede Menge Ausrufezeichen und nahmen mit ihren Treffern den Druck von der Mannschaft. Der Norweger und der Däne warfen zunächst alle Tore der SG, erst in der 15. Minute trug sich Lasse Svan auf dem Spielbogen ein (7:2). Die Gäste waren überfordert, MT-Trainer Heiko Grimm nahm schon früh zwei Auszeiten, um seine Mannschaft zu motivieren und taktisch besser einzustellen. Mit mäßigem Erfolg: Die Flensburger spielten konzentriert und effektiv, zeigten wenig Schwächen und führten zur Pause 14:8. Besonders das blitzschnelle Umschalten nach Ballgewinnen beeindruckte beim deutschen Meister. Die Verteidigung stand sicher - auch ohne den verletzten Abwehrchef Tobias Karlsson.

Bergerud hält den SG-Kasten dicht

Flensburg - Elverum 26:19 (12:9)

Tore für Flensburg: Svan 6, Johannessen 5, Golla 4, Gottfridsson 4, Röd 3, Glandorf 1, Jöndal 1, Wanne 1/1, Zachariassen 1
Tore für Elverum: Gudjonsson 6, Henneberg 3/1, Fredriksen 2, Sandell 2, Solstad 2, Blonz 1, Burud 1, Gröndahl 1, Langaas 1
Zuschauer: 3.105

Im zweiten Durchgang baute die SG den Vorsprung innerhalb von vier Minuten auf 18:9 aus. Im Flensburger Tor zeigte Torbjörn Bergerud eine starke Leistung - der Norweger hatte diesmal den Vorzug vor Benjamin Buric bekommen, der noch in Kiel zwischen den Pfosten gestanden hatte. Die Partie war früh entschieden, mit der dicken Führung im Rücken wechselte Machulla nun mehr durch. Die Schlussphase war ein besseres Schaulaufen. Flensburg ließ Melsungen allerdings noch Ergebniskosmetik betreiben - ein Wermutstropfen mit Blick auf die Tordifferenz, die im Titelrennen durchaus entscheidend werden könnte.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 16.05.2019 | 22:40 Uhr