Trainer Maik Machulla von der SG Flensburg-Handewitt © picture alliance/Andreas Gora

SG Flensburg-Handewitt gewinnt Topspiel bei Füchsen Berlin

Stand: 18.02.2021 20:32 Uhr

Handball-Bundesligist SG Flensburg-Handewitt hat am Donnerstagabend durch ein 33:29 (15:13) beim Verfolger Füchse Berlin seinen ersten Tabellenplatz gefestigt. Nach Minuspunkten ist die SG aber nur das zweitbeste Team der Liga.

Flensburg weist nach dem vollauf verdienten Erfolg in der Nachholpartie vom achten Spieltag nun 29:3 Punkte auf. Die Kieler (22:2) liegen zwar aktuell nur auf dem vierten Rang, sie haben aber auch erst zwölf Partien ausgetragen - vier weniger als das Team von SG-Trainer Maik Machulla. Mit vier Siegen aus diesen Partien könnte der Titelverteidiger in der Tabelle am großen Rivalen vorbeiziehen.

Füchse Berlin - SG Flensburg-Handewitt 29:33 (13:15)

Tore Berlin: M. Vujovic 5/4, Wiede 5, Andersson 4, Holm 4, Lindberg 3/1, Marsenic 3, Drux 2, Gojun 1, Koch 1, Matthes
Tore Flensburg: Wanne 12/8, Golla 5, Steinhauser 4, Johannessen 3, Röd 3, Gottfridsson 2, Hald 2, Möller 2 Schiedsrichter: Adrian Kinzel
Strafminuten: 6/2
Zuschauer: keine

SG mit sehr gutem Auftakt

Die Schleswig-Holsteiner starteten hervorragend in die Partie, der deutliche 33:26-Erfolg am Sonntag bei der TSV Hannover-Burgdorf hatte offenbar das Selbstvertrauen nochmals gestärkt. In der zwölften Minute sorgte der deutsche Nationalspieler Johannes Golla mit dem 8:5 für die erste Drei-Tore-Führung. Weiter ließen die Füchse ihren Gegner jedoch noch nicht davonziehen. Vor allem die beiden dänischen Rückraumspieler Jacob Holm und Lasse Andersson taten den Flensburgern mit ihren zielgenauen Würfen weh. Holm egalisierte auch zum 9:9 (16.).

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Gegen Ende des ersten Abschnitts agierten die Gäste dann in der 5-1-Abwehr sowie im Angriff wieder entschlossener. Mit der Folge, dass der von einem grippalen Infekt wiedergenesene Kreisläufer Simon Hald kurz vor der Sirene für die 15:13-Pausenführung sorgte.

Bergerud hält Siebenmeter von Lindberg

Wie schon im ersten Abschnitt waren die Norddeutschen auch nach Wiederbeginn schnell sehr konzentriert. Magnus Röd sorgte per Tempo-Gegenstoß für die erste Vier-Tore-Führung (18:14, 33.). Berlin mühte sich zwar nach Kräften, kam aber nicht richtig an den Spitzenreiter heran. Was auch daran lag, dass Flensburgs Torhüter Torbjörn Bergerud in der 39. Minute beim Stand von 21:18 einen Siebenmeter von Hans Lindberg parierte.

Die SG strahlte weiterhin Souveränität aus, Hald gelang mit dem 27:22 (48.) die erste Fünf-Tore-Führung. Als Hampus Wanne mit seinem elften Treffer per Siebenmeter für das 29:24 (53.) sorgte, deutete schon vieles auf den Gewinn der beiden angestrebten Punkte hin. Flensburg ließ sich nicht mehr beirren, feierte schließlich einen verdienten Sieg. Erfolgreichster Spieler der Gäste war Wanne mit letztlich zwölf Toren.

Spitzenspiel wurde kurzfristig angesetzt

Das Bundesliga-Topspiel in der Hauptstadt war kurzfristig zustande gekommen. Eigentlich hätte am Donnerstag die Champions-League-Partie der Flensburger beim FC Porto stattfinden sollen. Diese musste allerdings wegen der Einreisebestimmungen verlegt werden. Daraufhin hatten sich die SG und die Füchse darauf geeinigt, die entstandene Lücke im Terminplan für eine Neuansetzung ihrer im November Corona-bedingt ausgefallenen Begegnung zu nutzen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 18.02.2021 | 23:03 Uhr

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