Jim Gottfridsson von der SG Flensburg-Handewitt beim Wurf © picture alliance/dpa Foto: Frank Molter

SG Flensburg-Handewitt besiegt Lemgo und klettert in der Tabelle

Stand: 16.12.2021 22:02 Uhr

Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt haben den sechsten Bundesliga-Sieg in Folge eingefahren. Die Norddeutschen gewannen ihr Nachholspiel gegen den TBV Lemgo Lippe mit 27:19 (13:8).

von Martin Schneider

Vor 2.466 Zuschauern in heimischer Halle brauchten die Flensburger am Donnerstagabend aber eine Anlaufzeit gegen kompakte Gäste und deren starken Torwart Finn Zecher. Überragender Spieler auf dem Platz war allerdings SG-Keeper Kevin Möller, der auf insgesamt 20 Paraden kam und damit großen Anteil am schließlich deutlichen Heimsieg hatte.

"Uns und sicher auch den Zuschauer hat es Spaß gemacht, dass wir diesmal nicht zittern mussten bis zwei Minuten vor Schluss", freute sich SG-Kreisläufer Johannes Golla. "Solche Spiele tun uns gut." Die Norddeutschen rücken in der Tabelle auf den dritten Platz vor und haben genauso viele Minuspunkte (sechs) auf dem Konto, wie der zweitplatzierte THW Kiel.

Beide Keeper halten ihren Kasten lange sauber

Die Partie begann verhalten. Es dauerte über drei Minuten, ehe Flensburgs Mensah Larsen den ersten Treffer der Partie erzielte. Das 1:0 hatte sogar bis zur achten Spielminute Bestand, was an den starken Torhüterleistungen von Zecher und Möller lag.

In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Erst nach 17 Minuten konnten die Gastgeber dank der Treffer von Simon Hald Jensen und Jim Gottfridsson (Siebenmeter) das erste Mal auf drei Tore (9:6) davon ziehen. Zudem bissen sich die Lemgoer in der ersten Hälfte die Zähne an Möller aus, der vor der Pause zehn Paraden zeigte.

Flensburg zieht Anfang der zweiten Hälfte davon

Flensburgs Franz Semper und Mensah Larsen bauten mit ihren Treffen nach dem Seitenwechsel den Vorsprung der Gastgeber auf 18:11 weiter aus (40.) . In der Offensive, dies war auch die Kritik von Trainer Maik Machulla in einer Auszeit, ließen seine Schützlinge dennoch insgesamt zu viele gute Chancen ungenutzt. Die Führung war zwar deutlich, hätte aber ohne die zahlreichen Unkonzentriertheiten noch höher ausfallen können.

Umjubeltes Comeback von Michael Müller

Möller knüpfte derweil nahtlos an seine Leistung an, kam erneut auf zehn Paraden und hielt auch in den zweiten 30 Minuten über 50 Prozent der Bälle. Seine Vordermänner warfen bis zur 55. Minute eine komfortable Acht-Tore-Führung (25:17) heraus.

Dann gehörte die Aufmerksamkeit Michael Müller. Der reaktivierte Abwehrspezialist wurde mit großem Applaus von den Fans der Gastgeber bei seiner Einwechslung begrüßt. Der Routinier erzielte kurze Zeit später sogar den letzten SG-Treffer des Abends und jubelte am Ende mit seinen Mitspielern über den 27:19-Sieg.

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Ein Handball liegt im Tornetz. © picture-alliance Foto: Frank Hoermann / Sven Simon

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 16.12.2021 | 23:03 Uhr

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