Stand: 26.12.2017 18:40 Uhr

Schlussspurt rettet Flensburg Remis gegen "Recken"

von Matthias Heidrich, NDR.de

Das Spitzenspiel Vierter gegen Dritter in der Handball-Bundesliga hat am zweiten Weihnachtsfeiertag keinen Sieger gefunden. Die SG Flensburg-Handewitt und die TSV Hannover-Burgdorf trennten sich nach einem Krimi in der "Hölle Nord" mit 27:27 (13:12). Und das, obwohl die "Recken" fünf Minuten vor Schluss bereits mit vier Toren geführt hatten. Doch die SG bewies im letzten Heimspiel vor der EM-Pause Moral und hält durch den späten Punktgewinn Kontakt zum Spitzentrio der Liga. "Vor dem Spiel hätten wir ein Unentschieden wohl unterschrieben, jetzt fühlt es sich nicht gut an", sagte Hannovers Kai Häfner, der mit neun Toren überzeugte.

Möller mit ganz starker Quote

Flensburg - Hannover-Burgdorf 27:27 (13:12)

Flensburg: Lauge (7), Glandorf (5), Svan (3), Gottfridsson (3), Mahe (3/2), Wanne (2), Toft Hansen (2), Mogensen (2)
Hannover-Burgdorf: Häfner (9), Olsen (6), Mortensen (5/2), Patrail (2), Böhm (1), Brozovic (1), Karason (1), Kastening (1), Pevnov (1)
Zuschauer: 6.300

Beide Teams gingen von Beginn an ein hohes Tempo, lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Bereits nach 18 Minuten (8:9) wechselte SG-Trainer Maik Machulla den Torwart, brachte Kevin Möller für den glücklosen Mattias Andersson. Trotzdem führten die Niedersachsen nach knapp 20 Minuten erstmals mit zwei Toren - 10:8. Doch die SG ließ sich nicht abschütteln. Lasse Svan glich mit einem herrlichen Heber zum 11:11 (24.) aus. Zur Pause führten die Flensburger mit 13:12. Vor allem dank Möller, der mit einer Quote von 57 Prozent gehaltener Bälle glänzte und Holger Glandorf, der vier Tore in Hälfte eins für die SG erzielte. Ebenso wie Häfner für die "Recken".

Semisch der "Recken"-Rückhalt

Europameister Häfner war auch in der zweiten Hälfte der wichtigste Akteur der Niedersachsen. Zudem schwang sich der eingewechselte Torwart Malte Semisch mit mehreren Paraden zu einem entscheidenden Faktor auf. Zehn Minuten vor Schluss führten die "Recken" verdient mit zwei Toren - 24:22. Der SG wurde in dieser engen Partie vor allem ihre Schwäche vom Siebenmeterpunkt zum Verhängnis, verwarf drei von fünf. Häfner, wer auch sonst, erhöhte in der 53. Minute auf 25:22 für die Gäste. Machulla nahm eine Auszeit. Es half aber nicht. Hannover-Burgdorf ging sogar auf vier Tore weg - 27:23 (56.).

Doch die SG kämpfte sich nochmal heran und schaffte Sekunden vor Schluss tatsächlich den Ausgleich zum 27:27 durch Kentin Mahé. Bitter für die "Recken", da Semisch zuvor gegen Hampus Wanne pariert hatte, doch ein leichter technischer Fehler Flensburg noch einmal in die Karten spielte.

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Nachrichten | 26.12.2017 | 19:00 Uhr

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