Stand: 13.10.2019 17:40 Uhr

"Recken" gewinnen Topspiel - SG mit Mühe

Mittelmann Morten Olsen feierte mit den "Recken" einen Sieg im Topspiel gegen Magdeburg.

Die TSV Hannover-Burgdorf hat eine beeindruckende Reaktion auf ihre erste Saisonniederlage gezeigt. Die Niedersachsen gewannen eine Woche nach ihrer 25:31-Pleite in Melsungen das Spitzenspiel der Handball-Bundesliga gegen den SC Magdeburg mit 31:28 (15:14) und untermauerten ihre Tabellenführung. Auch Meister SG Flensburg-Handewitt feierte einen Sieg. Die Schleswig-Holsteiner setzten sich bei GWD Minden 27:23 (13:12) durch.

Erste TSV-Führung Sekunden vor der Pause

In Hannover sahen die Zuschauer von Beginn an ein von beiden Seiten hochintensiv geführtes Duell, in dem die Gäste zunächst im Positionsangriff mehr Lösungen fanden als die TSV. Zudem brachte Jannick Green im Kasten des früheren Champions-League-Siegers die "Recken" in der Anfangsphase ein ums andere Mal zum Verzweifeln. Doch auch dessen Gegenüber Urban Lesjak bewies, dass er ein Könner seines Fachs ist. Das Torhüter-Duell prägte den ersten Abschnitt. Green hatte nach 30 Minuten mit 37,5 Prozent gehaltener Bälle zwar die Nase knapp vorn, sein Team aber lag zur Halbzeit mit 14:15 in Rückstand. Timo Kastening sorgte acht Sekunden vor der Pause mit einem verwandelten Siebenmeter für die erste Führung der Hausherren in der Partie.

Olsen trotz Wadenproblemen überragend

TSV Hannover-Burgdorf - SC Magdeburg 31:28 (15:14)

Tore TSV Hannover-Burgdorf: Kastening 8/3, Olsen 7/1, Böhm 5, Brozovic 2, Büchner 2, Martinovic 2, Patrail 2, Cehte 1, Jönsson 1, Pevnov 1
SC Magdeburg: Musche 7/3, O´Sullivan 7, Pettersson 4, Bezjak 2, M. Damgaard 2, Lagergren 2, Hornke 1/1, Kuzmanovski 1, Musa 1, E. Schmidt 1
Zuschauer: 8.060

Der Rechtsaußen zeichnete gemeinsam mit Lesjak und Spielmacher Morten Olsen (fünf Treffer in Hälfte eins) maßgeblich dafür verantwortlich, dass die "Recken" knapp vorn lagen vor dem Seitenwechsel. Hinter Olsens Einsatz hatte dabei lange ein Fragezeichen gestanden. Der Däne musste zuletzt wegen Wadenproblemen aussetzen und hatte erst am Sonnabend erstmals wieder mit dem Team trainiert. Umso bemerkenswerter war sein starker Auftritt.

Hannover mit mehr Wucht im Rückraum

Der 35-Jährige war es auch, der die TSV kurz nach Wiederbeginn erstmals mit zwei Toren in Front brachte (31./16:14). Der Druck auf Magdeburg, das mit sechs Minuszählern im Titelrennen ohnehin bereits reichlich gepatzt hatte, wurde nun noch größer. Der SCM hielt diesem zunächst auch stand und egalisierte zum 16:16 (37.). Doch hernach hatte Hannover im Rückraum die größere Wucht und überzeugte auch durch konzentriertes Deckungsverhalten. Die Gäste fanden derweil im Positionsangriff immer weniger Lösungen. So zogen die "Recken" auf 23:18 (46.) davon und legten so den Grundstein für den Sieg.

Flensburg müht sich zum Pflichtsieg

GWD Minden - SG Flensburg-Handewitt 23:27 (12:13)

Tore GWD Minden: Rambo 9/2, Sawwas 4, Gullerud 2, Knorr 2, Padschywalau 2, Ritterbach 2, Korte 1, Pusica 1
SG Flensburg-Handewitt: Gottfridsson 6, Röd 6, Versteijnen 4/4, Svan 3, Golla 2, Johannessen 2, Jeppsson 1, Jurecki 1, Jöndal 1, Steinhauser 1/1
Zuschauer: 3.182

Flensburg tat sich wie bereits im Champions-League-Gruppenspiel am vergangenen Mittwoch gegen Zagreb (20:17) auch in der Bundesliga-Auswärtspartie in Minden schwer. Dem Meister ist so ein bisschen die Leichtigkeit der vergangenen Jahre abhanden gekommen. Nach elf Minuten lagen die Schleswig-Holsteiner mit 2:4 zurück, was Coach Maik Machulla dazu veranlasste, seine erste Auszeit zu nehmen. Anschließend steigerte sich die SG zwar und konnte das Blatt wenden. Richtig überzeugend wurde der Auftritt jedoch nicht.

Sinnbildlich für die wechselhafte Vorstellung der Norddeutschen war, dass sie eine Drei-Tore-Führung (17:14/38.) schnell wieder herschenkten. Am Ende setzte sich die höhere individuelle Qualität auf Seiten Flensburgs zwar durch, aber vor Machulla liegt noch viel Arbeit, will er mit seinem Team auch in dieser Saison wieder bis zum Schluss um den Titel kämpfen.

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Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 13.10.2019 | 18:25 Uhr