Stand: 24.06.2020 09:01 Uhr

Neustart im Handball wohl am 1. Oktober

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Die Handball-Bundesliga - eine Baustelle.

Mit der Entscheidung über den Starttermin für die neue Bundesliga-Saison steht der erste wegweisende Beschluss zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Handball an. Seit Wochen wird über den richtigen Weg aus der Corona-Krise diskutiert, die die Clubs in große finanzielle Nöte gestürzt hat. Das Präsidium der Handball-Bundesliga hat am Dienstag getagt, will jedoch erst nach einer Telefonkonferenz mit den Bundesligisten heute (11 Uhr) über die Ergebnisse informieren. Nach Informationen von NDR Info will die Liga am 1. Oktober ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen.

Werden Zuschauer zugelassen? Kommen womöglich Doppel-Spieltage auf die Teams zu? Ein Überblick über mögliche Szenarien für die vier Nord-Bundesligisten THW Kiel, SG Flensburg-Handewitt, TSV Hannover-Burgdorf und HSG Nordhorn-Lingen.

Starttermin

Der spätere Starttermin im Oktober bietet größeren Chance auf ein begrenztes Publikum in den Hallen. "Jede Woche könnte helfen", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann mit Blick auf das von der Bundesregierung bis Ende Oktober verlängerte Verbot von Großveranstaltungen. Die Mehrheit der Clubs soll sich für Oktober ausgesprochen haben. Gegen den späteren Starttermin spreche "der volle Terminplan, der dann immer enger wird".

Schwalb: "Wäre schön zu wissen, wann es losgeht"

Sportclub -

Die Handball-Bundesliga arbeitet an Terminen und Konzepten für die neue Saison. Wie und wann könnte es weitergehen? Welche Pläne gibt es für einen Re-Start, wo liegen die Probleme?

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Finanzen

"Eines ist klar: Je länger der Shutdown für uns dauert, desto größer ist die Gefahr, dass uns die Luft ausgeht", betonte HBL-Präsident Uwe Schwenker jüngst. Ein Vorschlag des deutschen Meisters THW Kiel, die Spielzeit erst im Januar zu eröffnen, stößt in der Liga auf breite Ablehnung. Martin Schwalb, Trainer der Rhein-Neckar Löwen, bekräftigte: "Wir brauchen dringend unsere Zuschauer und Sponsoren in den Hallen." Durch den Saison-Abbruch haben alle Clubs massive Einbußen erlitten.

Zuschauer

Weil die Branche zu einem großen Teil auf die Einnahmen aus dem Ticketverkauf angewiesen ist, arbeitet die HBL mit Hochdruck an einem entsprechenden Konzept. Laut Bohmann sieht dieses zunächst eine 50-prozentige Auslastung der Hallenkapazität vor. "Wie in jeder anderen Branche auch müssen wir auf der Basis eines ausgeklügelten Hygienekonzepts einen Versuch machen dürfen. Sollte dann etwas nicht passen, können wir nachsteuern und die Zuschauerzahl gegebenenfalls entsprechend reduzieren", sagte der HBL-Geschäftsführer unlängst der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Zwar wäre der Spielbetrieb dann immer noch nicht rentabel, doch das Defizit fiele geringer aus. Eine komplette Saison mit Geisterspielen sei "für keinen einzigen Bundesligisten realisierbar", sagte Kiels Geschäftsführer Viktor Szilagyi.

Spielplan

Heiß diskutiert wird auch darüber, wie mehr Partien in kürzerer Zeit ausgetragen werden können. Weil es wegen des Saisonabbruchs keine Absteiger gibt, spielt die Liga einmalig mit 20 statt mit 18 Teams. Der Januar ist mit zwei EM-Qualifikationsspielen und der Weltmeisterschaft in Ägypten wie immer komplett für die Nationalmannschaft geblockt. Im Sommer stehen dann auch noch die Olympischen Spiele in Tokio an. Dem Vorschlag von Doppelspieltagen steht Schwenker jedoch skeptisch gegenüber. Dies wäre seiner Ansicht nach "flächendeckend organisatorisch nicht umsetzbar".

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Sport aktuell | 22.06.2020 | 14:25 Uhr