Stand: 09.06.2019 17:30 Uhr

Meister! Flensburg-Handewitt verteidigt den Titel

von Sebastian Ragoß, NDR.de

Die SG Flensburg-Handewitt ist erneut deutscher Handball-Meister. Der Titelverteidiger gewann am Pfingstsonntag sein letztes Saisonspiel beim Bergischen HC in Düsseldorf mit 27:24 (13:8) und hielt so den THW Kiel (30:26 gegen Hannover-Burgdorf) mit zwei Zählern Abstand auf Distanz. 2.500 mitgereiste Fans feierten die Mannschaft von Trainer Maik Machulla, die ihrem Kapitän Tobias Karlsson einen perfekten Abschied bescherte. Der Schwede beendet seine Handball-Karriere und kehrt zurück in seine Heimat nach Karlskrona. "Es ist einfach nur unbeschreiblich. Ich bin dem Verein für die ganzen Jahre unglaublich dankbar", betonte der 38-Jährige.

Lauge: "Bin unglaublich stolz und glücklich"

"Ich bin so stolz auf die Jungs. Das ist unbeschreiblich", lobte Machulla seine Profis. "Wie wir alles hier in Flensburg vor zwei Jahren in die Hand genommen und alles riskiert haben - das wurde jetzt durch unseren Mut belohnt." Er ist nach Klaus Zöll (TV Großwallstadt) der zweite Coach, der in seinen ersten beiden Jahren jeweils Meister wurde. "Schön, dass ich jetzt in den Geschichtsbüchern stehe", so Machulla. "Das war eine herausragende Saison. Ich bin unglaublich stolz und glücklich. Viele haben nicht mit uns gerechnet", sagte Rasmus Lauge im NDR Interview. Der Spieler des Jahres verlässt Flensburg. Er wechselt nach Ungarn zu Veszprem.

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64:4 Punkte: Die beste Bilanz der Vereinsgeschichte

Die SG krönte eine Spielzeit, in der sie lediglich zwei Bundesliga-Partien verlor und letztlich die beste Bilanz der Vereinsgeschichte verbuchte. Auch in Düsseldorf präsentierte sich das Team zunächst sehr konzentriert und dominant: Keeper Benjamin Buric parierte in der Anfangsphase mehrere Würfe, in der Offensive traf Flensburg vor allem aus dem Rückraum. Schnell führten die Gäste mit drei Treffern Vorsprung. Zwar wehrte sich der starke Aufsteiger tapfer, doch Flensburg agierte wahrlich meisterlich: In der 23. Minute erhöhte Anders Zachariassen auf 12:6 (23.), wenig später betrug der Vorsprung sogar sieben Tore.

SG muss noch einmal zittern, behält aber die Nerven

Die Halbzeitpause brachte jedoch einen Bruch ins Spiel der SG, die nach der Pause nicht mehr so souverän agierte und sich in der Offensive einige Fehler leistete. Auf weniger als drei Treffer konnten der BHC den Rückstand allerdings lange Zeit nicht verkürzen. Flensburg schien einem sicheren Sieg entgegen zu steuern, machte es aber noch einmal spannend. Die Bergischen kamen auf 23:24 (56.) heran. Doch Magnus Jöndal beruhigte mit einem verwandelten Siebenmeter die Nerven der Flensburger, die wenig später das Spielfeld stürmten und die Meisterschaft feierten.

Wieder Meister - Flensburg feiert

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Zur Sache | 09.06.2019 | 18:00 Uhr