Stand: 04.12.2017 14:03 Uhr

Machulla schreibt seine eigene Erfolgsgeschichte

Nachfolger einer Vereinslegende zu werden, ist ein schwieriger Schritt, der auch ein wenig Mut erfordert. Maik Machulla hat ihn gewagt. Er wurde im Sommer vom Co- zum Cheftrainer bei der SG Flensburg-Handewitt befördert und übernahm den Posten von Ljubomir Vranjes - jenem Coach, der die Norddeutschen 2014 zum Champions-League-Triumph geführt hatte und ungemein beliebt in Flensburg war. Weder Machulla noch die SG haben die Entscheidung bereut. Der neue Coach strahlt eine große Souveränität aus und ist mit seinem Team Tabellenführer in der Handball-Bundesliga. "Ihn zum Cheftrainer zu befördern, ist von Anfang an richtig gewesen", betonte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke.

"Als man mich gefragt hat, war ich mir ziemlich sicher, dass ich es machen möchte", blickte Machulla im NDR Sportclub zurück. Gleichzeitig wusste er: "Es ist eine große Aufgabe, die auch eine Menge Entbehrungen mit sich bringt. Anderseits wollte ich diesen Schritt immer machen. Ich lebe meinen Traum." Der Rollenwechsel vom Assistenten zum Chef gelang Machulla ohne Probleme. Die SG-Profis sind voll des Lobes für ihren neuen Coach. Keeper Mattias Andersson: "Er macht seine Aufgabe überragend und hat neue Reize gesetzt."

"Fordere viel, weil ich auch viel gebe"

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Doch was macht Machulla konkret anders als Vorgänger Vranjes? Zum einen bindet er seine Profis in viele Entscheidungen mit ein. "Er ist sehr kommunikativ und fragt die Spieler nach ihrer Meinung", so Nationalspieler Holger Glandorf. Das heißt allerdings nicht, dass der neue Trainer weniger fordernd ist als Vranjes. "Ich lege Wert auf Disziplin und fordere viel von den Spielern, weil ich auch sehr viel gebe", betonte Machulla, der auch in der Trainingsarbeit neue Akzente gesetzt hat. "Im Athletiktraining haben wir viel geändert", erklärte der SG-Coach, der für die verschiedenen Positionen individuelle Programme erarbeitet hat: "Jeder bekommt das, was er benötigt", bringt es der SG-Coach auf eine Formel.

Großes Lob von THW-Coach Gislason

Machullas Ideen fruchten, die Mannschaft präsentiert sich als Einheit: "Im Moment habe ich das Gefühl, dass alle mitziehen und alle an unseren Weg glauben", so der SG-Coach. Auch außerhalb Flensburgs wird Machullas Arbeit geschätzt. "Ich halte sehr, sehr viel von ihm. Ich bin mir sicher, dass er seinen Weg machen wird, weil er eines der größten Trainertalente ist", sagte Kiels Coach Alfred Gislason, der Machulla noch als Spieler in Magdeburg trainiert hat. Am kommenden Sonntag (15 Uhr / live im NDR Fernsehen) werden sie Konkurrenten sein. Dann treffen Flensburg und der THW Kiel in der Bundesliga aufeinander. In der vergangenen Woche siegten die "Zebras" im Champions-League-Duell, dieses Mal will Machulla seinen alten Lehrmeister besiegen.

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Sportclub | 03.12.2017 | 22:50 Uhr

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