Patrick Wiencek  (r.) behauptet den Ball gegen Erlangens Johannes Sellin. © IMAGO / Zink

Handball: THW Kiel und Flensburg jetzt punktgleich

Stand: 05.05.2021 20:12 Uhr

Das Meisterrennen in der Handball-Bundesliga bleibt weiter ein enges Duell. Durch das 31:25 (16:12) beim HC Erlangen zog der THW Kiel an der punktgleichen SG Flensburg-Handewitt vorbei, die in Göppingen nur 28:28 (15:15) spielte.

"Wir haben am Ende die Chance gehabt, das Spiel zu gewinnen. Auch wenn es von der Moral super war, sich zurückzukämpfen, bringt uns dieses Unentschieden nicht weiter", haderte Flensburgs Coach Maik Machulla nach der Partie mit dem Punktverlust. Kiels Trainer Filip Jicha interessierte die eroberte Tabellenführung wenig: "Es stehen noch viele Spiele an und da kann man sich nicht damit auseinandersetzen. Wir werden unsere Aufgaben brutal emotionslos bewältigen müssen."

Flensburg mit Blackout im zweiten Durchgang

Die Flensburger, die zuvor acht Mal in Folge in der Liga gewonnen hatten, erwischten in Göppingen einen guten Start. Benjamin Buric glänzte mit zwei Paraden, Hampus Wanne verwandelte seine Siebenmeter - der schnelle Zwei-Tore-Vorsprung hatte auch nach zehn Minuten noch Bestand (6:4). Erst kurz vor der Pause kamen die Gastgeber besser ins Spiel und konnten erstmals ausgleichen (28./15:15).

Göppingen - Flensburg 28:28 (15:15)

Tore Göppingen: Bozic-Pavletic 6, Schiller 6/4, Zelenovic 5, Ellebaek 4, Kneule 4, Bagersted 1, Hermann 1, Kozina 1
Flensburg: Wanne 7/4, Gottfridsson 6, Larsen 5, Svan 4, Golla 2, Johannessen 2, Röd 2
Strafminuten: 10 / 4

Nach Wiederbeginn zeigte sich Flensburg im Tiefschlaf, traf minutenlang nicht ins Tor. Göppingen zog auf 19:15 (34.). Mit einer Energieleistung kam die SG nach einem 16:22 (41.) noch zum 28:27 (59.). Marcel Schiller sorgte aber per Siebenmeter für das gerechte Remis. Flensburgs bester Werfer war Hampus Wanne - frisch gebackener schwedischer "Handballer des Jahres" - mit sieben Treffern.

THW beim HC Erlangen souverän

Der THW Kiel, der ohne den erkrankten Sander Sagosen (Infekt) auskommen musste, hatte deutlich weniger Mühe mit dem HC Erlangen. Zwar lagen sie in Nürnberg nach einer knappen Viertelstunde mit 5:7 zurück, drehten die Partie aber noch vor der Halbzeit, in die sie mit einem Vier-Tore-Vorsprung gingen (16:12).

Auch nach der Pause ließen die "Zebras" nichts anbrennen. Nach 35 Minuten lag der Meister bereits mit sieben Treffern vorne (21:14), wenig später waren es acht (41./26:18). Im Schongang brachte der THW, bei dem Domagoj Duvnjak mit sieben Toren bester Werfer war, die Partie über die Zeit - und durfte sich nach dem Schlusspfiff über die Tabellenführung freuen.

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Tabelle der Handball-Bundesliga © picture-alliance / Sven Simon, NDR.de/Screenshot Foto: Anke Fleig / SVEN SIMON

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 05.05.2021 | 23:03 Uhr

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