Stand: 19.02.2020 09:32 Uhr

Flensburg erwartet Szeged: Hoffnung auf Platz vier

Für Champions-League-Achtelfinale ist die SG Flensburg-Handewitt bereits qualifiziert.

In der Handball-Champions-League hat sich die Lage für die SG Flensburg-Handewitt entspannt. Nach zwei Siegen bei den Kellerkindern der Gruppe A, Zagreb und Elverum (Norwegen), haben sich die vagen Befürchtungen, bereits in der Gruppenphase der "Königsklasse" zu scheitern, in Luft aufgelöst. Nun existieren noch leise Hoffnungen, vom fünften auf den vierten Platz hochzurutschen. Dazu ist heute (19 Uhr) ein Sieg gegen den Tabellenzweiten Pick Szeged Pflicht. Eine bessere Platzierung in der Gruppenphase verspricht eine günstigere Ausgangslage für das Achtel- und das Viertelfinale.

Bergerud: "Können gegen jeden Gegner bestehen"

Der ungarische Vizemeister reist mit der Referenz an, erst am Sonntag den französischen Top-Club Paris Saint-Germain HB mit 32:29 bezwungen zu haben. "Wir können gegen jeden Gegner bestehen. Aber gerade mit Blick auf unser aktuell schweres Programm rechne ich mit einem harten Spiel", meint SG-Torwart Torbjörn Bergerud.

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Flensburg braucht doppelte Schützenhilfe

Um doch noch den vierten Rang zu ergattern, sind nicht nur abschließende Erfolge gegen Szeged und den bereits abgehängten Sechsten RK Celje (Slowenien) erforderlich, sondern auch eine doppelte Schützenhilfe. Der Konkurrent Aalborg liegt derzeit zwei Punkte besser als Flensburg und hat den direkten Vergleich gewonnen. Das heißt: Der dänische Meister darf aus den letzten beiden Partien maximal einen Zähler verbuchen. Das Restprogramm mit Zagreb auswärts und Elverum daheim erscheint für die Nordjütländer allerdings machbar.

Bergerud möchte dennoch um die letzte Chance kämpfen. "Wir werden gut vorbereitet sein, wollen wie immer ein gutes Spiel machen und hoffen auf zwei weitere Punkte", sagt der norwegische Keeper. Was seinen Optimismus nährt: Vom ungarischen Kontrahenten nahm die SG Ende September immerhin einen Punkt mit.

Szeged hat den "Handball-Professor"

In Szeged hat Juan Carlos Pastor das Sagen. Der spanische Coach wird wegen seiner Akribie häufiger als "Handball-Professor" tituliert. Er trainiert eine gewachsene Mannschaft, die im Sommer nur punktuell verstärkt werden musste. So wurde für den rechten Flügel Bogdan Radivojevic gewonnen, der zwischen 2013 und 2017 für Flensburg spielte.

Personalsorgen beim deutschen Meister

Die Schleswig-Holsteiner traten am vergangenen Sonnabend in Elverum nur mit 13 Akteuren an. Daran wird sich wohl nicht viel ändern. Kreisläufer Simon Hald (Kreuzbandriss) und Linkshänder Magnus Röd (Haarriss im Fuß) sind längerfristig verletzt. Vermutlich müssen sich auch Linksaußen Hampus Wanne (Fuß-Operation) und Rechtsaußen Lasse Svan (Schulterprobleme) weiter gedulden. Einige junge Spieler wie der dänische Linksaußen Mikkel Ebeling könnten stattdessen ins Aufgebot rutschen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 19.02.2020 | 23:04 Uhr