Stand: 26.02.2020 20:29 Uhr

Handball: Flensburg hat gegen Celje vorgelegt

von Johannes Freytag, NDR.de
Flensburgs Johannes Golla (l.) erzielte allein in den ersten zwölf Minuten der Partie sechs Treffer.

Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt haben ihr letztes Vorrundenspiel der Champions League erfolgreich gestaltet. Die Mannschaft von Trainer Maik Machulla besiegte am Mittwochabend RK Celje glanzlos, aber verdient mit 29:26 (15:12). Bester Werfer der Norddeutschen war Johannes Golla mit acht Treffern. Durch den Sieg hat Flensburg im Kampf um Rang vier in der Gruppe A vorgelegt. Konkurrent Aalborg könnte am Sonntag aber noch mit einem Heimsieg gegen Schlusslicht Elverum vorbeiziehen. Die vierte Position hätte den Vorteil, dass die SG im Achtelfinale nicht im Hin-, sondern erst im Rückspiel Heimrecht genießen würde. Der Gegner kommt definitiv aus der Parallelgruppe, in der sich der THW Kiel durchgesetzt hat - vermutlich geht es entweder gegen den FC Porto oder gegen Montpellier HB.

SG anfangs schläfrig, nur Golla treffsicher

Die Flensburger taten sich in ihrem 300. Europapokalauftritt seit 1995 zunächst schwer mit den aggressiv verteidigenden Slowenen. Erst nach zehn Minuten sorgte Golla mit seinem bereits fünften Treffer für die erste Zwei-Tore-Führung (6:4).

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Die Treffsicherheit des 22-Jährigen, der in der zwölften Minute auch das 7:5 erzielte, war aber auch vonnöten für die Schleswig-Holsteiner - denn seine Teamkollegen Holger Glandorf, Michal Jurecki, Magnus Jøndal und Jim Gottfridsson "glänzten" allesamt mit Fehlwürfen. Dazu kam zweimal ein schlechtes Rückzugsverhalten der Flensburger, sodass Celje wieder ausgleichen konnte (18./8:8). "Das ist kein Trainingsspiel", schimpfte SG-Coach Maik Machulla entsprechend in seiner ersten Auszeit.

Zwar lief es danach etwas besser im Angriff des Bundesligisten, aber die Gäste ließen sich zunächst nicht abschütteln (26./11:11). Erst gegen Ende des ersten Durchgangs konnte die SG ihr schnelles Spiel durchsetzen und ging unter anderem dank dreier Treffer von Anders Zachariassen mit einer Drei-Tore-Führung in die Pause (15:12).

Entscheidung erst in der Schlussphase

Wegen einer Zeitstrafe für Gøran Johannessen starteten die Flensburger die zweite Spielhälfte in Unterzahl - kamen durch Jens Schöngarth aber sogar zum 16:12 (32.).

SG Flensburg-Handewitt - RK Celje 29:26 (15:12)

Tore für Flensburg: Golla 8, Zachariassen 5, Johannessen 4, Wanne 4, Jeppsson 2, Steinhauser 2, Schöngarth 2, Glandorf 1, Gottfridsson 1
Celje: Cokan 6, Razgor 6/3, Groselj 5, Grebenc 3, Sarac 2, Silva da Borges 2, Kodrin 1, Leban 1
Zuschauer: 4.221
Strafminuten: 4 / 2

Doch nach wie vor agierten die Norddeutschen, bei denen Keeper Benjamin Buric diesmal kein Faktor war, zu sorglos: Zwei Minuten später war Celje wieder herangekommen (34./17:16).

Es blieb ein enges Spiel mit Fehlwürfen und -pässen auf beiden Seiten. Machulla nahm erneut eine Auszeit und versuchte, sein Team neu einzustellen (45./22:20). Es half nichts - vorne ließen die Flensburger weiterhin zu viele Chancen liegen - die Slowenen glichen aus (49./23:23). Ein Überzahlspiel nutzten die Gastgeber dann schließlich zu einem 3:0-Lauf, Golla traf zum 26:23 (54.). War das die Entscheidung? Ja, denn anschließend erhöhten Johannessen auf 27:23 (55.) und Schöngarth auf 28:23 (57.) - der Drops war gelutscht.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 26.02.2020 | 23:03 Uhr