Stand: 10.11.2019 17:42 Uhr

Handball: "Recken" nur remis, Flensburg siegt

Die TSV Hannover-Burgdorf und die SG Flensburg-Handewitt haben in der Handball-Bundesliga Punktgewinne gefeiert. Die "Recken" spielten am Sonntag 25:25 (15:12) bei der HSG Wetzlar. Damit bleiben die Niedersachsen Tabellenführer, haben aber genauso viele Minuspunkte (20:4) wie der THW Kiel (16:4), der zwei Spiele weniger absolviert hat. Meister Flensburg (18:6) schob sich durch das 28:22 (17:9) gegen FA Göppingen vorerst an Kiel vorbei auf den zweiten Platz. Timo Kastening war mit sechs Treffern bester Werfer Hannovers, der Norweger Göran Johannessen war für Flensburg fünf Mal erfolgreich.

Enttäuschte Handballer der TSV Hannover-Burgdorf © imago images/Jan Huebner

TSV Hannover-Burgdorf spielt remis in Wetzlar

Sportclub -

Da hatte sich die TSV Hannover-Burgdorf wohl mehr ausgerechnet. In Wetzlar kam der Tabellenführer der Handball-Bundesliga nicht über ein Remis hinaus.

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Kastening bringt Hannover zunächst auf Kurs

Hannover-Burgdorf tat sich von Beginn an schwer in Wetzlar. Permanent rannten die Niedersachsen einem Rückstand hinterher, nur den Paraden von Keeper Domenico Ebner war es zu verdanken, dass es dabei - bis auf die Anfangsminuten - stets bei einem Treffer blieb (18./8:9). Dann drehte Timo Kastening fast im Alleingang das Spielgeschehen: Drei Treffer in Folge des Nationalspielers binnen zwei Minuten sorgten für eine Drei-Tore-Führung der Gäste (22./13:10), den die "Recken" bis zur Pause (15:12) halten konnten.

Hochspannung in Durchgang zwei

Den Vorteil gab das Team von Trainer Carlos Ortega jedoch nach Wiederbeginn schnell aus der Hand (36./15:14). Lange durften sich die "Recken" bei ihrem Keeper bedanken, dass die Partie nicht kippte.

HSG Wetzlar - TSV Hannover-Burgdorf 25:25 (12:15)

Tore Wetzlar: Holst (8/6), Mirkulowski (3), Forsell (3), Kneer (2), Feld (2), Cavor (2), Weber (1), Torbrügge (1), Frend (1), Lindskög (1), Klimpke (1)
Tore Hannover-Burgdorf: Kastening (6/3), Olsen (4), Martinovic (4), Böhm (3), Ugalde (3), Büchner (2), Patrail (1), Brozovic (1), Cehte (1)
Zuschauer: 4.064
Strafminuten: 6 / 6

Aber sie tat es dann doch, der Ausgleich fiel in der 47. Minute (17:17), und zehn Minuten vor dem Ende lag Wetzlar erstmals wieder vorn (20:19). Nun ging es hin und her, das Spiel stand auf des Messers Schneide (58./25:25). In den Schlusssekunden wurde es dann spektakulär: Urban Lesjak parierte zweimal gegen Maximilian Holst und Filip Mirkulowski, auf der Gegenseite vergab erst Kastening gegen Till Klimpke, schließlich scheiterte Mait Patrail mit der letzten Aktion der Partie per Freiwurf.

Flensburg klar überlegen

Meister Flensburg sorgte in eigener Halle gegen überforderte Göppinger schnell für klare Verhältnisse.

Jubel bei Trainer Maik Machulla (r.) von der SG Flensburg-Handewitt © imago images/Noah Wedel Foto: Noah Wedel

Machulla: "Fühlt sich richtig schön an"

NDR 2 -

Der hat gut getan, dieser 28:22-Erfolg über Göppingen. Nach vier Pflichtspielen ohne Sieg ist die SF Flensburg-Handewitt von Trainer Maik Machulla wieder in der Spur.

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Bereits nach viereinhalb Minuten lagen die Schleswig-Holsteiner gegen die Schwaben mit 4:0 in Front. Die Gäste machten es sich durch drei Zeitstrafen in der Anfangsphase auch schwer, die SG nutzte ihre Überzahlspiele geduldig aus (10./7:3). Nach einem kurzen Hänger (16./7:6) drehte Flensburg wieder auf und zog auf 13:8 davon (26.). Bitter für Göppingen: Rückraumspieler Tim Kneule, der zuvor zwei Zeitstrafen kassiert hatte, sah nach einen Wechselfehler die Rote Karte (27.). Kurz vor der Pausen-Sirene sorgte Magnus Röd mit dem 17:9 für einen mehr als beruhigenden Halbzeitvorsprung für den in allen Belangen überlegenen Meister.

Im Schongang zum Sieg

Die Gastgeber ließen es im zweiten Durchgang etwas ruhiger angehen, ohne dabei allerdings zu stark nachzulassen.

SG Flensburg-Handewitt - FA Göppingen 28:22 (17:9)

Tore für Flensburg: Johannessen (5), Gottfridsson (4), Jöndal (3/1), Röd (3), Svan (3), Golla (2), Versteijnen (2), Zachariassen (2), Jeppsson (1), Jurecki (1), Lier (1), Steinhauser (1)
Tore für Göppingen: Schiller (4/1), Zelenovic (4), Kozina (3), Hermann (2), Kneule (2), Rentschler (2), Theilinger (2), Bagersted (1), Peric (1), Sörensen (1)
Zuschauer: 5.823
Strafminuten: 4 / 14

Torwart Benjamin Buric entwickelte weiter großen Ehrgeiz und präsentierte sich weiter in Top-Form: Herausragend die Doppelparade des Bosniers erst gegen Josip Peric, dann gegen Kresimir Kozina (33.).

Im Angriff ließen die Flensburger hingegen einige Chancen ungenutzt. Das lag auch daran, dass Daniel Rebmann im Gästetor deutlich besser hielt als zuvor Urh Kastelic. Dennoch hatten die Hausherren die Partie im Griff, auf weniger als sechs Tore (43./20:14) ließen sie die Göppinger nicht mehr herankommen und brachten den Sieg sicher nach Hause.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

Sportreport | 10.11.2019 | 18:05 Uhr

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