Stand: 21.02.2019 20:47 Uhr

Handball: Kiel gnadenlos, Hannover glücklich

Die Kieler Abwehr packte gegen Gummersbach kräftig zu.

Der THW Kiel hat am 22. Spieltag der Handball-Bundesliga einen ungefährdeten Pflichtsieg gefeiert. Beim Abstiegskandidaten VfL Gummersbach setzten sich die Kieler am Donnerstagabend problemlos durch, gewannen 35:22 (20:8). Deutlich spannender war es beim Heimspiel der TSV Hannover-Burgdorf. Gegen die Füchse Berlin kamen die "Recken" stark zurück und setzten sich nach einem hart umkämpften Duell glücklich aber verdient mit 26:25 (10:15) durch.

THW Kiel zieht auf und davon

Gummersbach - Kiel 22:35 (8:20)

Tore Gummersbach: Maritnovic (5/1), Sommer (5/1), Preuss (3), Becker (2), Schröter (2), Köpp (2/1), Dayan (1), Schukow (1), Norouzinezhad Gharehlo (1)
Tore Kiel: Ekberg (9/5), Bilyk (6), Vujin (4), Duvnjak (3), Weinhold (3), Jacobsen (2), Firnhaber (2), Wiencek (2), Dahmke (2), Rahmel (1), Pekeler (1)
Zuschauer: 4.022

Der THW Kiel zeigte sich von der bitteren Heimniederlage gegen den SC Magdeburg gut erholt. In Gummersbach spielte der Tabellen-Zweite von Anfang an konzentriert und effektiv. Bereits nach vier Minuten lagen die Gäste mit 4:1 und nach zehn Minuten mit 9:2 in Führung. Die "Zebras" machten gnadenlos Ernst, der Gegner war maßlos überfordert. Erst nach und nach schlichen sich ein paar technische Fehler in die Angriffe des deutschen Rekordmeisters ein. Doch das war an diesem Abend kein Problem. Zur Pause lag Kiel mit einem rekordverdächtigen 20:8 vorne. Auch nach dem Seitenwechsel wurden die "Zebras" ihrer Favoritenrolle gerecht. Die spannendste Frage war: Knackt der THW die 40-Tore-Marke? Antwort: Nicht ganz. Die Kieler "begnügten" sich am Ende mit 35 Treffern. Mit dem Erfolg wahrte die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason ihre Mini-Möglichkeit im Titelrennen. "Wir schielen schon noch drauf und rechnen uns noch Chancen aus", sagte Kreisläufer Hendrik Pekeler im NDR Interview.

Kampf- und nervenstarke "Recken" jubeln

TSV Hannover-Burgdorf - Füchse Berlin 26:25 (10:15)

Tore Hannover-Burgdorf: Häfner (6), Kastening (6/1), Böhm (5), Ugalde (3), Olsen (3), Cehte (1), Pewnow (1), Brozovic (1)
Tore Füchse Berlin: Holm (6), Simak (4), Lindberg (4/2), Wiede (3), Elisson (3), Schmidt (3), Marsenic (2)
Zuschauer: 4.150

Das Spiel in Hannover begann mit einem Schreckmoment. Berlins WM-Akteur Paul Drux rutschte im ersten Angriff weg und verdrehte sich das Knie - zum Glück konnte der Rückraumspieler nach einer langen Behandlungspause weitermachen. Die TSV, angeführt vom dänischen Weltmeister Morten Olsen und den deutschen Nationalspielern Kai Häfner und Fabian Böhm, erwischte den besseren Start, musste nach einer 2:1-Führung aber schnell dem Gegner aus der Hauptstadt den Vortritt lassen. Weil im Schlussdrittel des ersten Durchgangs fast gar nichts bei den "Recken" klappte, wuchs der Rückstand zur Pause auf fünf Treffer an (10:15). Unterstützt von ihren Fans (unter ihnen Ex-Tennisstar Nicolas Kiefer) kämpften sich die Hannoveraner wieder ran (15:16) und konnten in der 40. Minute sogar ausgleichen (17:17). Die Schlussphase hatte es in sich, der Wille und die Moral des TSV-Teams waren beeindruckend. Als der letzte Berliner Wurf von Fabian Wiede gegen den Innenpfosten prallte und in den Kreis zurücksprang, stand der umjubelte Heimsieg fest. "Wichtig war, dass wir immer wieder schnell zurückgekommen sind. Am Ende haben wir nur einmal im Spiel geführt und dann auch gewonnen", sagte der überragende Keeper Martin Ziemer.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 21.02.2019 | 22:40 Uhr

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