Stand: 06.11.2019 20:38 Uhr

Handball: Flensburg fordert Paris bis zum Schluss

von Ingmar Deneke, NDR.de
Michal Jurecki (M.) und seine Flensburger zeigten eine starke kämpferische Leistung.

Die SG Flensburg-Handewitt hat in der Handball-Champions-League die dritte Niederlage in Folge hinnehmen müssen. Gegen das Starensemble von Paris Saint-Germain verlor der deutsche Meister knapp mit 29:30 (13:14). Die kriselnden Flensburger zeigten eine kämpferisch starke Leistung und können den nächsten Aufgaben trotz der erneuten Pleite gestärkt entgegensehen. "Wir haben viele Sachen richtig gut gemacht heute, aber wir sind mit der Niederlage natürlich nicht zufrieden. Es ist bitter, aber wir können viele gute Sachen mitnehmen", sagte Kapitän Lasse Svan.

Mutiger Auftritt der Flensburger

Die verletzungsgeplagten Flensburger mussten kurzfristig auch noch den Ausfall von Spielmacher Göran Johannessen verkraften, der in der Bundesligapartie in Stuttgart umgeknickt war.

SG Flensburg-Handewitt - Paris St. Germain 29:30 (13:14)

Tore für Flensburg: Röd (6), Steinhauser (6/2), Gottfridsson (5), Jeppsson (4), Golla (3), Jurecki (2), Zachariassen (2), Jöndal (1)
Tore für Paris: N. Karabatic (6), Hansen (6), Sagosen (4), Remili (3), Abalo (3), L. Karabatic (3), Sigurdsson (2), Kounkoud (1), Ekdahl du Rietz (1), Nahi (1)
Zuschauer: 5.300

Im Angriff sollte vor allem Michal Jurecki mehr Verantwortung übernehmen. Der Routinier versuchte bereits in der Anfangsphase, Akzente zu setzen und erzielte auch das erste Tor der SG zum 1:1 (7. Minute). Weil der SG aber die Effektivität fehlte, gingen die Pariser, angeführt vom zukünftigen Kieler Sander Sagosen, in Führung und bauten diese auf 5:2 aus (12.). Einen guten Auftritt zeigte Rechtsaußen Marius Steinhauser, der in der Anfangsviertelstunde drei von vier Würfen versenkte und seine Mannschaft im Spielt hielt. In der 25. Minute wurde die große Moral der tapfer kämpfenden Flensburger belohnt, als Magnus Röd zum 11:11 ausglich - begleitet von großem Jubel in der "Hölle Nord". Insgesamt zeigte die SG im ersten Durchgang eine gute Leistung, lag zur Pause "nur" mit 13:14 zurück.

Flensburgs Röd vergibt den letzten Wurf

Auch im zweiten Durchgang blieb das Geschehen spannend - Paris legte vor, Flensburg zog nach.

Die Frage war: Wie lange halten die Kräfte des ersatzgeschwächten deutschen Meisters gegen das stärker besetzte PSG? Holger Glandorf musste zwischenzeitlich den erschöpften Röd entlasten. Die Gäste zogen das Tempo an und warfen sich einen Vier-Tore-Vorsprung heraus (18:22, 40.). Jim Gottfridsson ging bei der SG nun voran, verkürzte gegen in dieser Phase pomadig spielende Pariser auf 21:23 (46.). Auch Simon Jeppsson wurde mutiger und traf dreimal in kurzer Zeit für Flensburg, das sich nicht abschütteln ließ und durch Jurecki sogar zum Ausgleich kam (27:27, 54.). Die Schlussminute bot dann jede Menge Spannung: Die SG mit 29:30 hinten und im Angriff - doch Röd vergab den letzten Wurf.

Vorzeitiges Aus kein Thema

Nach der dritten Niederlage in Folge gerät zur Halbzeit der Gruppenphase eine gute Platzierung außer Reichweite, das vorzeitige Aus muss aber kaum befürchtet werden. Nur der Siebte und der Achte der Gruppe A scheiden aus. Flensburg liegt mit komfortablem Vorsprung auf dem fünften Rang.

Weitere Informationen

Ergebnisse Handball-Champions-League, Gruppe A

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 06.11.2019 | 23:03 Uhr