Stand: 21.01.2020 19:54 Uhr

Norweger Sagosen rockt die EM - Kiel freut sich

Der Norweger Sander Sagosen kommt bei der Handball-EM kaum aus dem Jubeln raus.

Er ist der ganz große Star bei der Handball-EM - und beim THW Kiel wächst von Tag zu Tag die Vorfreude. Auch wenn der Norweger Sander Sagosen noch bei Paris St. Germain unter Vertrag steht, sein Wechsel im Sommer an die Förde ist längst in trockenen Tüchern. Und die Schleswig-Holsteiner behandeln Sagosen in ihrer Online-Rubrik "Zebras in der EM-Hauptrunde" schon als einen der ihren.

Die einfache Erfolgsformel des 24 Jahre alten Rückraumspielers, der in sechs Partien bereits 51 Treffer erzielt hat, lässt darauf hoffen, dass er auch in Kiel zu einer bestimmenden Person wird. "Dem Körper geht's gut, dem Geist geht's gut", erklärte der Spielmacher im Sportschau-Interview und fügte hinzu: "Ich bin einfach rundherum glücklich und genieße das Leben."

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Bosnien-Herzegowina, Frankreich, Portugal, Ungarn, Schweden und Island wurden allesamt geschlagen. Die Erfolgsserie der Norweger bei der EM ist untrennbar mit den Auftritten von Kraftpaket Sagosen verbunden.

Und dass der 1,95-Meter-Mann, der 2017 aus dem dänischen Aalborg nach Paris wechselte, solch eine prägende Rolle spielt, kommt nicht von ungefähr. In der französischen Hauptstadt wohnt der gebürtige Trondheimer direkt neben der Halle, um kurze Wege zu haben und viel zu trainieren. Handball guckt er selbst nicht so viel, auch jetzt bei der EM nicht, "um nicht müde im Kopf" zu werden.

Sagosen wie der junge Karabatic

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Das Medieninteresse an Sander Sagosen ist bei der EM groß.

"Er tut alles, um ein besserer Handballer zu werden. Er ist super im eins gegen eins, und er ist hungrig", meinte Norwegens Co-Trainer Börge Lund. "Manchmal möchte er den Ball viel zu viel selber haben. Aber wenn er gut drauf ist, dann ist er einer der besten Spieler der Welt." Lund verglich Sagosen sogar mit dem jungen Nikola Karabatic. Der Franzose, seines Zeichens Welthandballer 2007, 2014 und 2016, hinterließ von 2005 bis 2009 selbst große Spuren in Kiel.

Solche Vergleiche scheinen angebracht - und den 24-Jährigen selbst nicht weiter zu beschäftigen. "Ich möchte der Beste sein, das habe ich immer gesagt. Und das ist auch die Mentalität des THW. Sie wollen alles gewinnen. Ich kann mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen", betonte Sagosen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 21.01.2020 | 23:03 Uhr

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