Stand: 04.09.2019 20:34 Uhr

"Recken" siegen, HSG-Debakel in Magdeburg

Hannover-Burgdorfs Keeper Domenico Ebner hatte mit zahlreichen Paraden seinen Anteil am Heimsieg gegen Balingen.

Die TSV Hannover-Burgdorf ist auch nach drei Spieltagen in der Handball-Bundesliga ohne Punktverlust. Am Mittwochabend bezwangen die "Recken" in eigener Halle Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten mit 31:23 (16:13). In der Tabelle sind die Niedersachsen nun punktgleich mit Spitzenreiter SC Magdeburg Zweiter. So makellos sich die Bilanz der TSV liest, so enttäuschend verläuft bislang die Spielzeit für Aufsteiger Nordhorn-Lingen. Die HSG kassierte beim 27:39 (13:21) bereits die dritte Saison-Niederlage und ist nun Schlusslicht der Liga.

H-Burgdorf nur eine Halbzeit mit Mühe

Die "Recken" hatten zunächst mehr Mühe als erwartet mit ihren Gästen aus Baden-Württemberg. Zwar führten die Gastgeber früh mit fünf Toren (11./8:3), doch Souveränität gab dieser Vorsprung nicht.

H.-Burgdorf - Balingen-Weilstetten 31:23 (16:13)

Tore für H-Burgdorf: Böhm (7), Kastening (6), Büchner (5), Olsen (5), Martinovic (3), Pevnov (2), Cehte (1), Ebner (1), Feise (1)
Tore für Balingen: Lipovina (4), Thomann (3/2), de la Pena (3), Meschke (2), Niemeyer (2), Nothdurft (2), Schoch (2), Taleski (2), Grétarsson (1), Hausmann (1), Zobel (1)
Zuschauer: 3.253
Strafminuten: 4 / 8

Balingen kam dank einiger Abwehrfehler der Niedersachsen wieder heran und hielt die Partie offen. Lediglich Hannovers neuem Keeper Domenico Ebner war es zu verdanken, dass es bis zur Pause wenigstens bei einem Drei-Tore-Vorsprung blieb.

Auch im zweiten Durchgang hatte Hannover Glück: Balingens Oddur Gretarsson warf einen Siebenmeter neben das Tor, im Gegenzug traf Ivan Martinovic zum 20:14 - erstmals lagen die "Recken" mit sechs Treffern vorne (34.). Nun lief es bei den Gastgebern. Ebner mit einem abgewehrten Siebenmeter, weiteren Paraden und sogar einem Tor, Tempogegenstöße, schön herausgespielte Treffer über die Außenpositionen - die Fans durften sich über viele gelungene Aktionen und einen souveränen Sieg freuen. Hannovers bester Werfer war Nationalspieler Fabian Böhm mit sieben Toren.

Nordhorn-Lingen chancenlos

Aufsteiger Nordhorn-Lingen agierte in Magdeburg nur in der Anfangsphase auf Augenhöhe, als die Niedersachsen nach einem schnellen 1:4-Rückstand (6.) wieder aufholten und bis zur zehnten Minute ein 6:6 hielten.

SC Magdeburg - HSG Nordhorn-Lingen 39:27 (21:13)

Tore für Magdeburg: Bezjak (7), Mertens (7), Hornke (6/5), Pettersson (5/1), Damgaard (5), O'Sullivan (3), Schmidt (3), Lagergren (1), Bransche (1), Chrapkowski (1) 
Tore für Nordhorn: Vorlicek (8), Weber (7/3), Mickal (3/2), Miedema (2), Leenders (2), Heiny (1), Terwolbeck (1), de Boer (1), Prakapenia (1), Possehl (1)
Zuschauer: 6.031
Strafminuten: 6 / 6

Danach drehte jedoch der Favorit auf und zog mit einem 4:0-Lauf davon (15./10:6). Die Führung baute der SCM sogar in Unterzahl aus (21./16:10) und ging mit einem souveränen 21:13 in die Pause. Nach Wiederbeginn knüpften die Gastgeber nahtlos an ihre starke Vorstellung des ersten Durchgangs an. Nach 38 Minuten stand es schon 25:15 für Magdeburg, nach 42 Minuten 28:16. Die Partie war längst gelaufen, für die HSG ging es nur noch um Schadensbegrenzung. Bester Werfer des überforderten Aufsteigers war Philipp Vorlicek mit acht Treffern, Robert Weber war an alter Wirkungsstätte sieben Mal erfolgreich.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 04.09.2019 | 22:40 Uhr