Stand: 21.12.2019 22:14 Uhr

Flensburg ist wieder da - Sieg bei den Löwen

von Matthias Heidrich, NDR.de
Flensburgs Marius Steinhauser © imago images/foto2press
Flensburg feierte bei den Rhein-Neckar Löwen einen verdienten Sieg.

Die SG Flensburg-Handewitt hat die überraschende Niederlage gegen die Eulen Ludwigshafen wieder wettgemacht. Der deutsche Handball-Meister gewann am Samstagabend das hart umkämpfte Bundesliga-Topspiel bei den Rhein-Neckar Löwen mit 24:22 (14:13). Vor allem dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte ging der Sieg der SG vollkommen in Ordnung.

SG-Trainer Machulla: "Wir müssen wach sein"

Das Spiel begann zäh, beide Teams hatten mit sich zu kämpfen. Erst nach mehr als fünf Minuten fiel das 1:0 - für die Flensburger. Marius Steinhauser traf vom Siebenmeterpunkt. Mit zunehmender Dauer nahm die Partie allerdings an Fahrt auf. Handballerisch nicht immer Feinkost, dafür aber leidenschaftlich geführt. Nach 24 Minuten lagen die Löwen mit 10:8 vorn und ein grimmig dreinschauender SG-Coach Maik Machulla nahm eine Auszeit. "Wir müssen wach sein", forderte er von seinen Profis. Und die kamen anschließend tatsächlich etwas aus dem Quark. Während die Gastgeber auf einmal unerklärliche Fehler machten, drehten die Schleswig-Holsteiner das Spiel und gingen etwas unverhofft mit einer 14:13-Führung in die Pause.

Interview
Flensburgs Trainer Maik Machulla © imago images/foto2press

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Rote Karte für Glandorf

Rhein-Neckar Löwen - Flensburg 22:24 (13:14)

Tore für die Löwen: Gensheimer (5/1), Kohlbacher (5), Schmid (4), Kirkelokke (3), Groetzki (2), Lagarde (2), Larsen (1)
Flensburg: Steinhauser (8/5), Gottfridsson (7), Sogard (6),  Zachariassen (2), Jeppsson (1)
Zuschauer: 13.200

Auch in der zweiten Hälfte kämpften beide Mannschaft eher mit dem Breitschwert als der feinen Klinge. In die erste Kategorie fiel auch Holger Glandorfs Einsatz in der 39. Minute. Der SG-Routinier sah zu Recht die Rote Karte. Auf dem Feld ging nicht viel außer Kampf. So brach die Zeit der Torhüter an. Sowohl Andreas Palicka bei den Löwen als auch Flensburgs Benjamin Buric, der auch ein bisschen zur eigenen Verwunderung zwei Siebenmeter von Uwe Gensheimer entschärfte, glänzten.

Flensburgs Torhüter Buric avanciert zum Matchwinner

Zehn Minuten vor dem Ende lag die SG mit zwei Toren vorn - 21:19. Vor allem Johannes Golla und Jacob Heinl lieferten in der Abwehr eine starke Partie ab. Am Ende war es Buric, der in der 59. Minute beim Stand von 23:22 für den Meister mit einer weiteren Parade gegen Gensheimer die Weichen für den SG-Sieg stellte. Am Ende kam der SG-Torhüter auf 14 Paraden und war damit der Matchwinner.

"Wir bleiben in Lauerstellung"

"Wir verlieren in Ludwigshafen und gewinnen dann in Mannheim, das ist schon komisch. Es ist noch eine lange Saison, aber wir bleiben in Lauerstellung", sagte Buric.

Weitere Informationen
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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 21.12.2019 | 23:03 Uhr

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