Flensburgs Gøran Søgard Johannessen (o.) spielt einen Pass auf Flensburgs Domen Sikosek Pelko (M). © picture alliance/dpa Foto: Frank Molter

Flensburg-Handewitt holt gegen Minden 39. Heimsieg in Folge

Stand: 11.10.2020 18:26 Uhr

Die SG Flensburg-Handewitt feierte gegen Minden einen 29:24-Erfolg, verpasste im Fernduell mit den Rhein-Neckar Löwen aber Platz 1.

von Florian Neuhauss, NDR.de

Mit dem Sieg am Sonntag nutzten die Flensburger den Patzer von Konkurrent THW Kiel am Vortag in Wetzlar. "Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung und damit, wie wir uns reingekämpft haben", sagte Trainer Maik Machulla. Genauso wie die Löwen, die die Tabelle mit der besten Tordifferenz vor der SG anführen, und der Bergische HC haben die Flensburger nach drei Spieltagen 6:0 Punkte auf dem Konto. Der BHC gewann bei der HSG Nordhorn-Lingen ungefährdet mit 31:26 (15:14). Die Niedersachsen warten weiter auf ihren ersten Zähler.

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Nach ihrem Sieg im Nordduell am Mittwoch gegen Nordhorn-Lingen brauchte Flensburg gegen Minden ein bisschen, um Fahrt aufzunehmen. Jim Gottfridsson brachte die Hausherren mit seinem 5:4 (12.) erstmals in Führung. Mit einem 5:0-Lauf verschafften sie sich ein bisschen Luft (7:4/14.). Doch der Meister von 2018 und 2019 zeigte Konzentrationsschwächen, ließ vorne gegen Torhüter-Routinier Carsten Lichtlein zu viele Chancen liegen und hatte große Probleme mit Mindens Christoffer Rambo. Der Rückraumrechte erzielte in der ersten Hälfte acht Treffer - unter anderem das 11:11 (24.).

Torhüter Bergerud stoppt nicht nur Rambo

Doch außer Rambo hatten die Mindener zu wenig zu bieten. Zur Pause waren es wieder drei Tore Vorsprung, und auch eine Zeitstrafe gegen Gøran Johannessen wussten die Gäste nicht zu nutzen. Ganz im Gegenteil: Magnus Rød markierte zwei Treffer für die SG in Unterzahl (16 und 17:12/32.) und auf der anderen Seite wurde der eingewechselte Torhüter Torbjørn Bergerud immer stärker - am Ende hatte der Norweger zehn Paraden verbucht. Nach der Pause waren keine sieben Minuten gespielt, da führten die Schleswig-Holsteiner mit sieben Toren (21:14/37.) und die Partie war praktisch entschieden.

Machullas Mannschaft war nun voll da und ließ nichts mehr anbrennen. Zweimal kamen die Mindener zwar noch dichter heran, doch die SG zog immer wieder das Tempo an. Saisonübergreifend war es bereits der 39. Heimsieg in Serie.

Machulla: "Fahren mit breiter Brust nach Kiel"

Das nächste Ligaspiel in eigener Halle steht erst am 25. Oktober an, zu Gast ist dann Coburg. Zuvor muss Flensburg allerdings noch zwei Champions-League-Duelle und das Auswärtsspiel beim THW (18. Oktober) absolvieren. Machulla sagte: "Wir sind froh, dass wir 6:0 haben und fahren natürlich mit breiter Brust nach Kiel zum Derby. Aber ich möchte nicht vergessen, dass wir vorher noch gegen Skopje spielen und deshalb gucke ich jetzt erst mal auf den Donnerstag."

SG Flensburg-Handewitt - GWD Minden 29:24 (15:12)

Tore für Flensburg: Johannessen 6, Rød 5, Wanne 5/3, Gottfridsson 3, Svan 3, Larsen 2, Semper 2, Sikosek Pelko 2, Hald 1
Tore für Minden: Rambo 11, Pehlivan 5, Korte 4/2, Meister 1, Padschywalau 1, Pusica 1, Richtzenhain 1
Zuschauer: 1.034
Strafminuten: 6 / 6

HSG Nordhorn-Lingen - Bergischer HC 26:31 (14:15)

Tore für Nordhorn-Lingen: Miedema 9, R. Weber 6/3, Vorlicek 3, Possehl 2, Pöhle 2, Seidel 2, De Boer 1, Kalafut 1
Tore für den BHC: D. Schmidt 6, Babak 4, Boomhouwer 4, Darj 4, Fraatz 3, Gutbrod 3, Stutzke 3, A. Gunnarsson 2/2, Nikolaisen 1, Szücs 1
Zuschauer: keine
Strafminuten: 12 / 14
Disqualifikation: De Boer (39./3. Zeitstrafe) / -

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 11.10.2020 | 23:03 Uhr

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