Stand: 15.03.2018 20:32 Uhr

Flensburg schlägt Berlin, Glandorf hat den Rekord

von Johannes Freytag, NDR.de
Holger Glandorf ist bester Feldtorschütze in der Geschichte der Handball-Bundesliga.

Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt haben in der Bundesliga einen wichtigen Sieg im Kampf um die Champions-League-Plätze errungen und dürfen sogar wieder ein wenig von der Meisterschaft träumen. Am Donnerstagabend setzten sich die Schleswig-Holsteiner im Topspiel gegen die Füchse Berlin mit 29:21 (14:10) durch und kletterten auf den zweiten Tabellenplatz. Vier Minuspunkte beträgt der Rückstand auf Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen. Bester Werfer der Gastgeber war Rasmus Lauge mit acht Toren, Holger Glandorf erzielte seine Ligatreffer 2.262 bis 2.264 und ist nun bester Feldtorschütze der Bundesligageschichte. Der 34-Jährige hat zwei Tore mehr auf dem Konto als der bisherige Rekordhalter Kyung-shin Yoon.

Flensburg dreht auf: Von 5:7 auf 11:7

SG Flensburg- Handewitt - Füchse Berlin 29:21 (14:10)

Tore Flensburg: Lauge 8, Svan 6, Zachariassen 4, Glandorf 3, Mahé 3/3, Wanne 3/1, Mogensen 1, Steinhauser 1/1
Tore Berlin: Lindberg 9/5, Fäth 3, Zachrisson 3, Kopljar 2, Wiede 2, Mandalinic 1, E. Schmidt 1
Zuschauer: 6.300

Glandorf schien es eilig mit seinem Torrekord zu haben. Nach knapp 40 Sekunden setzte er erstmals zum Wurf an, wurde aber geblockt. Immerhin holte er eine Zeitstrafe gegen Berlin heraus, die Lasse Svan zur 1:0-Führung nutzte (3.). Doch nach dem guten Beginn zeigte Flensburg Nerven und machte vor allem in der Offensive viele Fehler. Die Gäste aus Berlin nutzten das aus und hatten nach elf Minuten einen Drei-Tore-Vorsprung herausgeworfen (2:5). Die SG biss sich zurück in die Partie, glich zunächst aus (7:7/18.) und spielte sich dann in einen Rausch. Die Abwehr stand sicher, Kevin Möller zeigte im Tor starke Paraden und offensiv funktionierten die gefürchteten Tempo-Gegenstöße. Tor um Tor warf die SG, lag plötzlich mit vier Treffern vorn (11:7/23.). Mit dem Vorsprung ging es auch in die Halbzeit (14:10). Einziger "Schönheitsfehler": Glandorf hatte lediglich ein Tor erzielt, musste sich zu dem Zeitpunkt den Feldspieler-Torrekord noch mit Yoon teilen.

Glandorf-Rekord in der 45. Minute

Der zweite Durchgang begann zwar mit einem schnellen Berliner Tor, doch Flensburg ließ sich nicht beeindrucken. Lauges fünfter Treffer bedeutete das 16:11 (35.). Die Schleswig-Holsteiner hatten ihren Gegner im Griff (40./19:12) und konnten sich auf Torwart Möller verlassen, der bester Akteur auf dem Feld war. Großer Jubel brandete dann in der 45. Minute auf, als Glandorf mit seinem zweiten Treffer das 22:15 erzielte - und zum alleinigen Rekordhalter in Sachen Feldtore avancierte. Als der 34-Jährige das 25:18 nachlegte (52.), war die Vorentscheidung zu Gunsten der Flensburger gefallen. "Es war mir ziemlich egal, wann ich das Rekordtor mache, aber ich bin natürlich froh, dass ich es zu Hause machen durfte", sagte Glandorf nach dem Spiel im NDR Interview.

Kiel hält sich schadlos gegen Erlangen

THW Kiel - HC Erlangen 29:24 (15:12)

Tore für Kiel: Vujin 9/6, Santos 7, Ekberg 3, Wiencek 3, Zarabec 3, Nilsson 2, Rahmel 2
Tore für Erlangen: Steinert 6/1, Büdel 4, Sellin 4, Thümmler 4, Schröder 3, Haaß 2, J. Link 1
Zuschauer: 10.285

Auch der THW Kiel feierte einen Heimsieg. Beim 29:24 (15:12) gegen Erlangen wirkte das Team von Trainer Alfred Gislason anfangs unkonzentriert (3:3/10.), warf aber danach binnen sieben Minuten einen Fünf-Tore-Vorsprung heraus (8:3/17.). Dann schlich sich wieder der Schlendrian ein, die Gäste kamen bis auf zwei Treffer heran (9:7/21.) und zur Halbzeit stand eine unnötig knappe 15:12-Führung für die "Zebras" zu Buche. Gislason hatte aber in der Kabine wohl die richtigen Worte gefunden, denn nur fünf Minuten nach Wiederbeginn hatte sein Team fünf Tore erzielt und keines kassiert (35./20:12). Das war die frühe Vorentscheidung in der Partie, in der Marko Vujin mit neun Treffern bester THW-Werfer war. Kiel brachte den Sieg locker nach Hause und durfte sich nach dem Spiel auch über die Niederlage von Konkurrent Melsungen freuen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 15.03.2018 | 22:40 Uhr

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