HSV-Handballer holen zwei wichtige Punkte vor 1.000 Zuschauern

Stand: 28.05.2021 22:11 Uhr

Erstmals seit dem vergangenen Oktober haben die HSV-Handballer wieder vor Publikum gespielt. 1.000 Zuschauer durften am Freitagabend im Rahmen eines Modellprojekts den 31:29-Sieg des Zweitliga-Spitzenreiters gegen ThSV Eisenach sehen.

Mit dem 24. Saisonsieg verteidigte der Aufstiegsfavorit aus Hamburg den ersten Tabellenplatz gegenüber Verfolger TuS N-Lübbecke, der sein Heimspiel gegen den VfL Gummersbach ebenfalls gewann. Kapitän Niklas Weller war mit sieben Toren der beste HSV-Werfer an diesem besonderen Abend in der Arena im Volkspark.

"Das ist Gänsehaut"

"Das ist Gänsehaut, das muss man ganz ehrlich sagen", hatte HSVH-Geschäftsführer Sebastian Frecke bereits vor der Partie gesagt. Beide Mannschaften waren durch die mitttlerweile ungewohnte Atmosphäre zunächst etwas gehemmt. So gelang den Gastgebern, bei denen nach den Ausfällen von Dominik Axmann, Philipp Bauer und Jan Forstbauer der 40 Jahre alte Co-Trainer Blazenko Lackovic als Rückraum-Alternative dabei war, erst nach neun Minuten beim 4:3 die erste Führung. Bis zum Schlusspfiff blieb die Partie umkämpft. Letztlich mit dem besseren Ende für die HSV-Handballer.

In dieser Spielzeit hatte das Team von Trainer Torsten Jansen bislang lediglich einmal vor Zuschauern gespielt. Beim Heimsieg gegen die HSG Konstanz konnten im vergangenen Oktober in der Sporthalle Hamburg 650 Fans dabei sein.

Strenge Corona-Regeln für die Zuschauer

Das Spiel gegen Eisenach fand unter strengen Corona-Regeln statt. So waren nur Fans mit offiziellem Erstwohnsitz in Hamburg zugelassen. Jeder Besucher musste sich einem Test unterziehen, nach sieben bis zehn Tagen sind die Zuschauer verpflichtet, sich erneut testen zu lassen. In der Arena mussten alle Fans eine Maske tragen. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom Fraunhofer-Institut, das unter anderem die Aerosolverteilung in der Arena misst.

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Fans auch beim Final Four zugelassen

Ende kommender Woche wird an gleicher Stelle das Final Four um den DHB-Pokal stattfinden - ebenfalls als Modellprojekt vor Zuschauern. Am 3. und 4. Juni werden in der Hamburger Arena auch mindestens 1.000 Fans zugelassen sein. Abhängig vom Infektionsgeschehen könnte die Zuschauerzahl kurzfristig um weitere 1.000 Personen auf insgesamt 2.000 erhöht werden. In der Hansestadt kämpfen die MT Melsungen, die TSV Hannover-Burgdorf, der THW Kiel und der TBV Lemgo Lippe um den DHB-Pokal.

"Ich wünsche mir sehr, dass das Hamburger Modellprojekt Signalwirkung haben wird, sodass Zuschauerinnen und Zuschauer zeitnah an anderen Standorten und für andere Sportarten und Kulturevents zugelassen werden können", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann.

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Dieses Thema im Programm:

Sport | 28.05.2021 | 22:00 Uhr

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