HBL-Chef Bohmann: Clubs nehmen Booster-Impfungen vor

Stand: 11.11.2021 11:35 Uhr

Die Handball-Bundesliga versucht, sich gegen die steigenden Coronavirus-Infektionszahlen zu wappnen. Laut HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann beginnen die Clubs bereits mit den Booster-Impfungen.

"Die Infektionen gehen nach oben, darauf müssen wir irgendwie reagieren", sagte Bohmann im NDR Interview. "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste." Dazu gehören laut dem HBL-Chef auch die Auffrischungsimpfungen gegen das wieder stärker grassierende Coronavirus. "Derzeit sind alle Mannschaften dabei, Booster-Impfungen vorzunehmen, um das Risiko so gering wie möglich zu halten."

Die Gesundheitsminister von Bund und Länder hatten jüngst beschlossen, dass Booster-Impfungen grundsätzlich für alle Altersgruppen möglich sind. Alle Menschen, bei denen die Zweitimpfung mehr als sechs Monate zurückliegt, sollen die Auffrischung bekommen können.

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Bohmann: Nur drei Spieler und ein Betreuer nicht geimpft

Laut Bohmann kann die Handball-Bundesliga ohnehin bereits auf einen breiten Impfschutz in den Teams bauen. "Unsere nicht geimpften Spieler und Betreuer kann man an einer Hand abzählen. Das sind derzeit drei Spieler und ein Betreuer. Der Rest ist geimpft."

Johannes Golla von der SG Flensburg-Handewitt beruhigt das. "Es ist ein gutes Gefühl, wenn in der Mannschaft alle geimpft sind, weil wir natürlich auch Verantwortung füreinander übernehmen müssen", sagte der Nationalspieler dem NDR. "Nichtsdestotrotz kann man niemanden zu einer Impfung zwingen. Jeder kann das selbst entscheiden."

2G-Regel bei WM und EM für alle geplant

Ob das so bleibt? Die Rufe nach einer flächendeckenden 2G-Regelung (Geimpft oder Genesen) werden immer lauter - auch im Handball. Die internationalen Dachverbände IHF und EHF planen für die anstehende Frauen-WM im Dezember in Spanien sowie bei der Männer-EM im Januar in Ungarn und der Slowakei eine 2G-Regelung für die Spielerinnen und Spieler.

2G-Regelung für Bohmann "der einzige Weg"

Auch ein Modell für die HBL? "Aus meiner Sicht muss hier der Impuls nicht aus dem Sport, sondern der Politik kommen. Wir brauchen klare Regelungen", sagte Bohmann, fügte aber hinzu: "Auf Dauer wird das der einzige Weg sein, wenn man verantwortungsvoll mit den Fans und den aktiv Beteiligten umgehen will."

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | 11.11.2021 | 14:00 Uhr

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