PSG-Handballprofi Mikkel Hansen (M.) versucht, sich gegen die Flensburger Hampus Wanne (l.) und Jom Gottfridsson durchzusetzen. © IMAGO / PanoramiC

Flensburgs Handballer wollen das "Double" gegen Paris

Stand: 25.02.2021 12:58 Uhr

Die SG Flensburg-Handewitt empfängt heute in der Handball-Champions-League Paris Saint-Germain. Noch nie gelangen der SG gegen den französischen Top-Club zwei Siege in einer Saison.

von Jan Kirschner

Seit Einführung der Achtergruppen in der Königsklasse 2015/2016 sind die Kontrahenten jedesmal bereits in der Vorrunde aufeinandergetroffen. Sollte am Donnerstag ab 20.45 Uhr ein Flensburger Sieg gelingen, hätte die SG zum ersten Mal beide Begegnungen gewonnen. Im September glückte in der französischen Hauptstadt ein 29:28-Erfolg. "Niemand hatte es von uns vorher erwartet. Aber wir haben bewiesen, dass ein Sieg in Paris möglich ist", sagte seinerzeit Linksaußen Hampus Wanne.

Der SG drohen vier Minuspunkte am grünen Tisch

Inzwischen rangieren die Flensburger mit 15:3 Zählern an zweiter Stelle der Gruppe A, liegen nach Minuspunkten sogar an der Spitze. Ein Achtelfinale gegen vermeintlich schwächere Gegner wie Zagreb oder Celje befindet sich scheinbar in Reichweite. Der Bundesligist könnte allerdings auch noch ins Mittelfeld abrutschen. Nach der Partie gegen Paris folgen die Reisen nach Szeged (Sonntag) und Kielce (4. März).

Die Spiele gegen Skopje und in Porto werden wohl nicht mehr ausgetragen und sollen laut EHF nach einem "Verursacher-Prinzip" gewertet werden. Da beide Absagen wegen der deutschen Quarantäne-Regeln erforderlich waren, drohen der SG vier Minuspunkte.

Davon könnten in der Endabrechnung auch die Pariser profitieren, die derzeit mit 10:6 Zählern auf Platz vier liegen. Der französische Meister bietet etliche internationale Top-Stars auf, darunter der dänische Kreisläufer Henrik Toft Hansen, der 2018 mit Flensburg deutscher Meister wurde.

Machulla: "Haben uns einlullen lassen"

Sein Ex-Club erwischte einen guten Start in den Februar, ehe er am Sonntag mit dem 27:27-Remis gegen Lemgo einen ersten Rückschlag erlitt. "In der ersten Halbzeit ließen wir alles vermissen, was man im Handball braucht: Leidenschaft und Aggressivität", sagte SG-Trainer Maik Machulla. "Ich hatte den Eindruck, dass sich meine Jungs von den Lobeshymnen der letzten Wochen einlullen ließen." Er muss weiterhin ohne Jacob Heinl (Knie-OP), Franz Semper (Kreuzbandriss) und Alexander Petersson (Sehnenteilriss) planen.

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Der Handball-Champions-League-Pokal © picture-alliance / Sven Simon

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 25.02.2021 | 23:03 Uhr

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