Stand: 21.03.2019 20:29 Uhr

Flensburgs Handballer: Ein Jahr lang nur Siege

von Ingmar Deneke, NDR.de

Ein ganzes Kalenderjahr lang nur Siege! Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt haben am Donnerstagabend einen Meilenstein erreicht. Der unangefochtene Bundesliga-Spitzenreiter setzte sich gegen den Tabellenvorletzten SG BBM Bietigheim mit 31:22 (15:7) durch. Die SG ist damit in der deutschen Eliteklasse seit einem Jahr nicht nur ungeschlagen, sondern hat alle Partien gewonnen. Die bislang letzte Niederlage datiert vom 22. März 2018. Damals unterlagen die Flensburger 23:29 beim SC Magdeburg.

SG-Trainer Machulla: "Natürlich Wahnsinn"

"Das ist vor allem etwas für Statistiker und die Geschichtsbücher, für uns ist es eine schöne Randnotiz. Aber natürlich ist es Wahnsinn, dass wir in der stärksten Liga der Welt, in der so viele Top-Handballer spielen, so viel Qualität und Mentalität bewiesen haben", freute sich Trainer Maik Machulla über die eindrucksvolle Serie seiner Mannschaft. Geschäftsführer Dierk Schmäschke sprach von einem "für uns und die Bundesliga historischen Datum, auf das wir stolz sind. Wir wollen so lange wie möglich durchhalten." Und sich womöglich den Bundesliga-Rekord schnappen. Den besitzt die SG mit ihren saisonübergreifend 32 Siegen nämlich noch nicht. Erzrivale THW Kiel hatte in den Jahren 2011/2012 satte 40 Mal in Folge gewonnen. Die "Zebras" bleiben aktuell erster Verfolger, setzten sich mühevoll mit 30:27 (16:16) beim TVB Stuttgart durch.

Flensburg hat leichtes Spiel gegen Bietigheim

Flensburg - Bietigheim 31:22 (15:7)

Tore für Flensburg: Lauge 5, Jöndal 4/3, Steinhauser 4, Golla 3, Gottfridsson 3, Zachariassen 3, Glandorf 2, Johannessen 2, Wanne 2/2, Hald 1, Röd 1, Svan 1
Tore für Bergischer HC: Fischer 6, Marcec 4, Döll 3, J. Link 2/1, Rentschler 2, Trost 2, Haller 1, Kraus 1/1, Vlahovic 1
Zuschauer: 6.300

Der 24. Sieg im 24. Saisonspiel der Flensburger war ein ungefährdeter Erfolg. Gegen den Abstiegskandidaten aus Bietigheim begann der deutsche Meister hochkonzentriert, von Anfang an lief alles nach Plan. Vor allem die Abwehr um Tobias Karlsson brillierte und lies im ersten Durchgang nur sieben Gegentore zu, Keeper Benjamin Buric zeigte eine Parade nach der anderen. Nach der Pause spielte der Favorit seinen Stiefel solide runter, Machulla gab dabei vermehrt Akteuren aus der zweiten Reihe Einsatzminuten. Als beim Endstand von 31:22 die Schlussirene ertönte, fiel der Jubel der Flensburger gedämpft aus - zu deutlich war dieses Duell verlaufen.

Deutscher Meister mit großen Zielen

Der Meilenstein ist erreicht, jetzt geht der Blick nach vorne. SG-Macher Schmäschke wird nicht müde zu betonen: "Für diese Serie können wir uns nichts kaufen. Wir wollen auf dem Boden bleiben und jedem Gegner mit Respekt begegnen." Schließlich hat Flensburg national und international noch große Ziele. Am Sonnabend steht in der Champions League beim weißrussischen Meister HC Brest das Achtelfinal-Hinspiel auf dem Programm. Und am 28. März müssen die Norddeutschen zu einem richtungweisenden Spiel im Titelkampf in Magdeburg antreten. Dort, wo sie ihre bis dato letzte Bundesliga-Niederlage kassiert hatten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 21.03.2019 | 22:40 Uhr

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