Stand: 18.04.2018 20:45 Uhr

Flensburg verpasst Heimsieg gegen Montpellier

von Ingmar Deneke, NDR.de
Taten sich gegen Montpellier schwer: Die Flensburger um Holger Glandorf (M.).

Der Einsatz stimmte, das Ergebnis nicht. Die SG Flensburg-Handewit hat im Viertelfinal-Hinspiel der Handball-Champions-League gegen Montpellier HB den angepeilten Heimsieg verpasst. Die Partie in der "Hölle Nord" am Mittwochabend endete 28:28 (17:15). Das Rückspiel in Frankreich findet am 29. April statt. Die Flensburger, die seit dem Titelgewinn 2014 nicht mehr das Halbfinale erreicht haben, müssen um den Einzug ins Final Four in Köln (26./27. Mai) zittern. "Insgesamt müssen wir enttäuscht sein, aber wir haben noch alle Möglichkeiten", sagte Trainer Maik Machulla im Interview mit dem NDR Hörfunk. Beste Werfer des Abends waren Lasse Svan, Rasmus Lauge und Hampus Wanne mit je fünf Toren für Flensburg sowie Ludovic Fabregas mit sieben Treffern für Montpellier.

Anfangsprobleme - Flensburg spielt sich frei

In der Anfangsphase konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen. Nach einem erfolgreichen Start der SG mit zwei Toren von Holger Glandorf kamen die Gäste wiederum richtig gut ins Spiel, angeführt vom starken französischen Nationaltorhüter Vincent Gerard, der in den ersten 15 Minuten mit fünf Paraden auftrumpfte. Mitte des Durchgangs lag Flensburg mit zwei Toren zurück (8:10), kam aber schnell wieder ran - Rechtsaußen Svan glich zum 11:11 aus (23.).Die Offensivaktionen waren jetzt effektiver und auch die Defensive des Bundesligisten wirkte stabiler. Der Lohn: eine 17:15-Führung zur Pause.

Kein Sieg nach schlechter Phase

Flensburg - Montpellier 28:28 (17:15)

Tore Flensburg: Lauge (5), Wanne (5), Svan (5), Glandorf (4), Gottfridson (3), Zachariassen (2), Toft Hansen (2), Steinhauser (1), Röd (1)
Tore Montpellier: Fabregas (7), Kavticnik (6), Truchanovicius (6), Simonet (3), Bonnefond (2), Richardson (2), Guigou (2)

Das Ziel für den zweiten Durchgang war klar: Aus dem kleinen Vorsprung ein möglichst dickes Polster machen, für das schwere Rückspiel an der französischen Mittelmeerküste. Doch die Führung war schnell aufgebraucht und verwandelte sich in der 40. Minute sogar wieder in einen Rückstand (18:19). Die SG spielte nun überraschend schwach, die Spieler traten verunsichert auf, die Zuschauer wurden ruhiger - kein Wunder, bei dem Blick auf die Anzeigetafel (21:24). Der Anschlusstreffer von Magnus Röd zum 23:24 weckte die Fans wieder auf (48.). Es blieb eng und zäh bis zum Schluss. Die Norddeutschen vergaben den letzten Angriff, verpassten den Sieg und mussten sich am Ende mit einem 28:28-Unentschieden begnügen - eine schlechte Ausgangslage für das Wiedersehen Ende April beim Spitzenreiter der französischen Liga.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 19.04.2018 | 22:40 Uhr

Mehr Sport

02:11
NDR 2
03:44
Nordmagazin

Ruder-Weltmeister Hannes Ocik zu Gast

19.09.2018 19:30 Uhr
Nordmagazin
02:28
Schleswig-Holstein Magazin

Kein Flutlicht: Flensburg - Bremen in Lübeck

17.09.2018 19:30 Uhr
Schleswig-Holstein Magazin