Nordhorn-Lingens Philipp Vorlicek (l.) im Duell mit Flensburgs Jim Gottfridsson. © imago images / Beautiful Sports

Flensburg schlägt Nordhorn-Lingen, Möller fällt lange aus

Stand: 07.10.2020 20:37 Uhr

Die SG Flensburg-Handewitt hat auch ihr zweites Saisonspiel in der Handball-Bundesliga gewonnen. Im Nordduell mit der HSG Nordhorn-Lingen gab es am Mittwochabend ein ungefährdetes 33:26 (18:14).

von Johannes Freytag, NDR.de

Vor der Partie mussten die Flensburger allerdings einen personellen Rückschlag hinnehmen. Rückraumspieler Lasse Möller, beim 29:27 in Wetzlar am Sonntag mit neun Treffern noch bester SG-Werfer, hat sich einen Abriss des Diskus in der linken Hand zugezogen und soll schnellstmöglich operiert werden. Der 24-jährige Däne ist damit nach Jacob Heinl und Johannes Golla bereits der dritte Langzeitverletzte der Schleswig-Holsteiner. "Dass wir nun so einen langen Zeitraum nicht auf Lasse zurückgreifen können, ist wahnsinnig bitter. Wir sind seit Saisonbeginn ständig gezwungen, kreative Lösungen zu finden", sagte Flensburgs Coach Maik Machulla.

Flensburger 9:0-Lauf dreht die Partie

Gegen die HSG Nordhorn-Lingen fanden die Flensburger zunächst wenig kreative Lösungen: Nach zwölf Minuten lagen die Gastgeber schon mit drei Toren zurück (4:7). Dabei stand die SG-Defensive sogar ganz gut, dafür gab es im Angriff Ballverluste und Fehlwürfe. Nordhorn-Lingen hingegen agierte beherzt und schnell - und hatte in Björn Buhrmester zudem einen starken Torhüter. Aber das spektakuläre HSG-Spiel kostete Kraft und es schlichen sich Unkonzentriertheiten ein. Flensburg fand zurück in die Partie - und wie! Mit einem 9:0-Lauf machten die Schleswig-Holsteiner aus einem 6:9 eine 15:9-Führung (25.). Nordhorn-Lingen blieb hingegen zehn Minuten lang ohne Torerfolg. Mit einem 18:14 aus Flensburger Sicht ging es in die Pause.

Johannessen sorgt für die Vorentscheidung

Statt im zweiten Durchgang in kürzester Zeit alles klar zu machen, wurden die Flensburger nachlässig: Hampus Wanne scheiterte per Siebenmeter, anschließend vergaben Magnus Jöndal und Franz Semper beste Gelegenheiten. So blieb die HSG in der Partie und ließ die SG zunächst nicht enteilen. Doch mit zunehmender Spieldauer wurde die Fehlerquote der Gäste immer höher, Goran Johannessen sorgte mit zwei Treffern für eine vorentscheidende Acht-Toreführung (40./25:17). Danach schalteten die Hausherren einen Gang zurück, Nordhorn-Lingen verkürzte zwischenzeitlich (54./28:24), musste sich am Ende aber doch deutlich geschlagen geben.

SG Flensburg-Handewitt - HSG Nordhorn-Lingen 33:26 (18:14)

Tore für Flensburg: Sikosek Pelko 9, Johannessen 6, Jöndal 4, Röd 3, Semper 3, Steinhauser 3, Mensah Larsen 2, Wanne 2/2, Gottfridsson 1
Nordhorn-Lingen: Mickal 5/3, Weber 5/1, Kalafut 3, Possehl 3, Terwolbeck 3, Leenders 2, Vorlicek 2, Miedema 1, Prakapenia 1, Pöhle 1
Zuschauer: 677
Strafminuten: - / 8

Weitere Informationen
Tabelle der Handball-Bundesliga © picture-alliance / Sven Simon, NDR.de/Screenshot Foto: Anke Fleig / SVEN SIMON

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 07.10.2020 | 23:03 Uhr

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