Stand: 25.02.2018 18:50 Uhr

Flensburg muss sich mit Remis begnügen

Trainer Maik Machulla verpasste mit der SG den erhofften Heimsieg.

Beim Wiedersehen mit Ex-Coach Ljubomir Vranjes ist die SG Flensburg-Handewitt in der Handball-Champions-League nur zu einem Teilerfolg gekommen. Die Schleswig-Holsteiner mussten sich am Sonntag im Heimspiel gegen den ungarischen Topclub KC Veszprem vor 5.550 Zuschauern mit einem 31:31 (16:16) begnügen. Letztlich durften sie mit dem Ergebnis sogar noch zufrieden sein. Der Ausgleich durch Holger Glandorf fiel erst vier Sekunden vor der Schlusssirene. Durch das Remis ist die Chance auf den zweiten Rang in der Gruppe B nicht mehr allzu groß, denn das direkte Duell der beiden punktgleichen Teams haben die von Vranjes trainierten Magyaren aufgrund des 28:27-Erfolges im Hinspiel für sich entschieden. Und am letzten Spieltag empfangen sie den Gruppensiebten Celje (Slowenien).

Das Team von SG-Coach Maik Machulla, der Vranjes im Sommer beerbte, tritt im abschließenden Gruppenspiel am kommenden Sonntag beim dänischen Verein Aalborg Handbold an. Verteidigt die SG dort Rang drei, geht es im Achtelfinale gegen den Sechsten der Gruppe A. Einen Platz hinter Flensburg liegt der THW Kiel, der am Sonnabend sein Heimspiel gegen KS Vive Kielce aus Polen mit 29:30 verloren hatte.

Veszprem bleibt an SG dran

SG Flensburg-Handewitt - KC Veszprem 31:31 (16:16)

Tore Flensburg: Glandorf (5), Svan (5), Mahe (5), Wanne (5), Toft Hansen (4), Lauge Schmidt (3), Zachariassen (2), Mogensen (1), Karlsson (1)
Tore Veszprem: Marguc (5), Gajic (5), Ilic (4), Manaskov (4), Tönnesen (3), Nagy (2), Nenadic (2), Lekai (2), Nilsson (2), Blagotinsek (2)
Zuschauer: 5.500
Strafminuten: 6/6
Disqualifikation: - / Nagy (58./ dritte Zeitstrafe)

Die Flensburger benötigten ein bisschen Anlaufzeit, doch nach acht Minuten sorgte Spielmacher Kentin Mahé mit dem 5:4 für die erste Führung. Veszprem leistete sich im Aufbauspiel einige Ungenauigkeiten, bei Würfen auf das SG-Tor stand Keeper Mattias Andersson einem Erfolgserlebnis im Weg. Und dann wurde bei den Gastgebern schnell von Defensive auf Offensive umgeschaltet. Linksaußen Hampus Wanne erzielte per Tempo-Gegenstoß das 8:5 (12.). Doch es gelang den Norddeutschen nicht, sich deutlicher von den Magyaren abzusetzen. Gegen Ende der ersten Hälfte war der ungarische Abonnementsmeister wieder da. Angetrieben von Routinier Laszlo Nagy glich Veszprem zum 13:13 (26.) aus. Mit einem 16:16 ging es in die Pause.

Glandorf trifft kurz vor Schluss

Ein Duell auf Augenhöhe blieb es auch im zweiten Abschnitt. Die Flensburger, bei denen jetzt der Däne Kevin Möller anstelle des Schweden Andersson im Tor stand, erzielten in der 50. Minute durch Anders Zachariassen das 28:26. Veszprem kam aber ernuet zurück und ging durch den Ex-Berliner Petar Nenadic mit 29:28 (54.) in Führung, kurz darauf lagen die Gäste mit 30:28 vorn. Die SG-Spieler, die nun sehr oft mit den Entscheidungen der spanischen Schiedsrichter haderten, rannten sich wiederholt in der Deckung der Ungarn fest. Eine halbe Minute vor dem Ende der Partie führte Veszprem bei eigenem Ballbesitz mit 31:30. Doch die Flensburger Deckung eroberte sich den Ball.

Machulla nahm eine Auszeit. Es blieben noch neun Sekunden für den letzten Angriff. Und vier Sekunden vor dem Ende der Partie sorgte Routinier Glandorf für den Punktgewinn. Der Rückraumspieler jagte den Ball zum 31:31 in den linken Winkel. Glandorf, Mahé und Lasse Svan waren mit jeweils fünf Treffern auch die erfolgreichsten Spieler der Norddeutschen.

Weitere Informationen

Ergebnisse Handball-Champions-League, Gruppe B

Spielansetzungen und Ergebnisse der Gruppe B in der Handball-Champions-League. mehr

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 25.02.2018 | 19:30 Uhr

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