Stand: 23.03.2019 19:45 Uhr

Flensburg siegt in Brest - viel zu niedrig

von Florian Neuhauss, NDR.de
Magnus Röd und die SG Flensburg-Handewitt zeigten in Brest lange eine sehr starke Vorstellung.

Die SG Flensburg-Handewitt hat am Samstagabend auch mal in der Handball-Champions-League ihre Klasse gezeigt. Der Sieg im Achtelfinal-Hinspiel bei HC Meshkov Brest fiel mit 30:28 (14:14) aber viel zu knapp aus. Der deutsche Meister, der seit einem Jahr in der Bundesliga jedes Spiel gewonnen hat, führte bereits mit acht Toren Vorsprung. In der Schlussphase kamen die Hausherren aber noch mal heran - und dürfen so weiter vom ersten Viertelfinal-Einzug träumen. Zuletzt scheiterten die Weißrussen viermal in Folge im Achtelfinale. Das Rückspiel in Flensburg findet am kommenden Sonntag statt. Zuvor treten die Schleswig-Holsteiner zum schweren Auswärtsspiel in Magdeburg an - dort verlor die SG am 22. März 2018 letztmals ein Bundesliga-Spiel.

Schwergängige erste Hälfte der SG

HC Brest - SG Flensburg-Handewitt 28:30 (14:14)

Tore HC Brest: Djordjic 6, Kulak 5, Ivi? 4, Baranau 3, Djukic 2, Jurynok 2, Obranovic 2, Schylowitsch 2, Horak 1, Schumak 1
SG Flensburg-Handewitt: Lauge Schmidt 8, Svan 4, Glandorf 3, Gottfridsson 3, Hald 3, Röd 3, Zachariassen 3, Jöndal 2, Johannessen 1
Zuschauer: 3.500 (ausverkauft)

Die Flensburger waren mit gehörigem Respekt nach Weißrussland gereist - auch vor der Stimmung in der Sporthalle "Victoria". Aber der Start glückte. Magnus Röd traf in einer Unterzahl-Phase zum 3:1 (7.). Doch in der Folge leistete sich der deutsche Meister im Offensivspiel viel zu viele leichte Fehler. Ivan Pesic im Brest-Tor bekam zudem oft seine Finger noch an den Ball. So glichen die Hausherren schnell aus - und fortan mussten die Schleswig-Holsteiner immer wieder einen Rückstand ausgleichen. Bester Werfer in der ersten Hälfte war ausgerechnet Petar Djordjic, zwischen 2010 und 2017 immerhin fünf Jahre im Flensburger Trikot.

Schlussphase kostet gute Ausgangsposition

Nach dem Seitenwechsel brachte dann Rasmus Lauge die Gäste erstmals wieder in Front (17:16/36.). Danach trafen noch einmal der Weltmeister (37.) und Jim Gottfridsson - die erste Drei-Tore-Führung war perfekt (40.). Brest geriet nun vollkommen aus dem Tritt und verzweifelte zusehends an Torhüter Torbjörn Bergerud. Lasse Svan erzielte wenig später schon das 24:18 (45.). Der Vorsprung wuchs langsam, aber sicher weiter an. Anders Zachariassen erhöhte auf 29:21 (52.). In der Schlussphase kamen jedoch eigene Fehler und seltsame Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns zusammen. Das nutzten die Gastgeber, um Ergebniskosmetik zu betreiben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 23.03.2019 | 22:40 Uhr