Stand: 08.02.2019 15:01 Uhr

Flensburg mit Selbstvertrauen nach Zaporozhye

von Jan Kirschner, NDR.de
Die SG Flensburg-Handewitt tritt in Zaporozhye an.

Nach 43-tägiger Unterbrechung hat die SG Flensburg-Handewitt mit dem Sieg in Wetzlar einen erfolgreichen Wiedereinstieg in die Handball-Bundesliga gefeiert. Die europäische Champions League pausierte ob der WM noch länger. Wenn die Schleswig-Holsteiner am Sonntag (17 Uhr) beim HC Motor Zaporozhye antreten, wird das letzte Spiel satte 73 Tage zurückliegen.

Nur drei Punkte vor Rang sieben

Zur Erinnerung: Die Flensburger machten Ende November mit Siegen in Skjern und gegen Szeged Boden gut und liegen in der Gruppe B mit 10:10 Punkten immerhin an dritter Stelle, allerdings nur drei Zähler vor Rang sieben, der das Ausscheiden bedeuten würde. Ein Sieg beim Tabellensechsten Zaporozhye wäre daher sehr hilfreich. "Meine Mannschaft strotzt seit Wochen nur so vor Selbstvertrauen", sagte SG-Trainer Maik Machulla. "Wir müssen die kommende Auswärtsaufgabe so angehen wie die letzte."

Zeitaufwändige Anreise

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Der deutsche Meister wollte nach dem Erfolg in Wetzlar ursprünglich wieder nach Hause fahren und am Sonnabend mit einer Charter-Maschine starten. Doch ein Privat-Flug in die Ostukraine warf versicherungstechnische Bedenken auf. So blieb der SG-Tross in Hessen und wird am Sonnabend von Frankfurt aus über Istanbul nach Zaporozhye starten. "Das ist der Flensburg-Takt, wir sind bereit", macht Benjamin Buric gute Miene zur zeitaufwändigen Tour. Der bosnische Keeper, der erst im Sommer vom Mittelfeld-Team Wetzlar gewechselt war, musste sich mit der Vielzahl der englischen Wochen erst einmal anfreunden.

Nachwuchs-Torwart Jepsen dabei

Nach Stand der Dinge wird er am Sonntag die Verantwortung im SG-Tor allein tragen. Kollege Torbjörn Bergerud laboriert an einer Magen-Darm-Erkrankung und wird wohl nicht nachreisen. Für ihn fährt Nachwuchsmann Johannes Jepsen mit. Sonst fehlt nur Jim Gottfridsson. Der Spielmacher kuriert in Schweden einen Muskelfaserriss in der Wade aus. Im Oktober schlugen die Flensburger den ukrainischen Meister mit 31:24. Für Zaporozhye war es die vierte Niederlage im laufenden Wettbewerb gewesen; die Clubverantwortlichen kündigten daraufhin dem polnischen Coach Patryk Rombel die Zusammenarbeit auf. Für ihn übernahm - bereits zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte - der Ukrainer Nikolaj Stepanets.

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Sportclub | 10.02.2019 | 22:50 Uhr