Stand: 25.11.2018 18:20 Uhr

Flensburg gewinnt "erstes kleines Endspiel"

von Christian Görtzen, NDR.de
Flensburgs Spieler bedanken sich bei den mitgereisten Fans.

Dierk Schmäschke, Geschäftsführer der SG Flensburg-Handewitt, hatte den Spielern "viele kleine Endspiele" in der Gruppenphase der Handball-Champions-League in Aussicht gestellt. Das erste davon haben die Schleswig-Holsteiner am Sonntag erfolgreich bestritten. Beim dänischen Meister Skjern Handbold setzte sich die in der Bundesliga so stark auftrumpfende SG vor 3.177 Zuschauern mit 31:24 (14:13) durch. Mit seinen jetzt 8:10 Punkten belegt das Team von Trainer Maik Machulla den vierten Rang in der Gruppe B der "Königsklasse".

Die Chance auf den direkten Einzug ins Viertelfinale hat sich für Flensburg bereits erledigt. Dieser ist dem Sieger der Gruppe B vorbehalten, den die schon enteilten Clubs Paris Saint-Germain und SC Pick Szeged (Ungarn) unter sich ausmachen werden. Es geht für die SG in den restlichen fünf Gruppenspielen darum, sich so gut wie möglich zu platzieren, um sich so einen nominell schwächeren Gegner im Achtelfinale und den Vorteil des Heimrechts im Rückspiel zu sichern.

Glandorf früh mit zweiter Zeitstrafe

Skjern Handbold - SG Flensburg-Handewitt 24:31 (13:14)

Tore Skjern Handbold: Eggert (8), Mogensen (5), Augustinussen (4), Mikkelsen (3), Grebenc (3), Söndergaard (1)
Tore Flensburg: Wanne (6), Joendal (5), Glandorf (5), Lauge Schmidt (4), Röd (3), Golla (2), Johannessen (2), Gottfridsson (2), Svan (1), Hald Jensen (1)
Zuschauer: 3.177

Wie schon vor drei Wochen, als Flensburg zu Hause mit 26:22 gewonnen hatte, war es auch beim Gastspiel in der knapp 8.000 Einwohner großen Stadt in der Region Midtjylland lange Zeit ausgeglichen. Legte das eine Team vor, zog das andere nach. Beim dänischen Meister, der derzeit nur Siebter in der heimischen Liga ist, war in der ersten Halbzeit vor allem der ehemalige SG-Linksaußen Anders Eggert präsent. Bei eigener 11:10-Führung (22.) erhielt Flensburgs Holger Glandorf bereits seine zweite Zeitstrafe und war so in seinem Handeln auf dem Spielfeld recht früh eingeschränkt. Eine weitere Hinausstellung hätte direkt die Rote Karte nach sich gezogen. Der deutsche Meister präsentierte sich insgesamt konzentriert, ohne dabei zu glänzen, und ging mit einem 14:13 in die Pause.

Flensburg setzt sich nach der Pause ab

Zu Beginn der zweiten Halbzeit setzten sich die favorisierten Flensburger, die mit ihrer jetzt offensiveren 5-1-Deckung Skjern vor Probleme stellte, allmählich ab. Als der hochtalentierte Kreisläufer Johannes Golla nach feinem Zuspiel von Rasmus Lauge zum 23:17 (45.) für die Gäste traf, war schon eine Vorentscheidung gefallen. Der Gewinn der beiden Punkte geriet nicht mehr in Gefahr. Letztlich siegte die SG mit 31:24. Erfolgreichster Spieler der Gäste war Hampus Wanne mit sechs Toren. Schon am kommenden Mittwoch geht es in der "Königsklasse" weiter, dann ist um 19 Uhr Szeged zu Gast.

Dieses Thema im Programm:

Sportreport | 25.11.2018 | 18:05 Uhr

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